Pflanzenhasser von Loge hat wieder zugeschlagen

Im Dezember 2017 klaute er zehn Kugelbuchsbäume am Rand eines Grundstücks bei Loge, im Mai 2017 dreißig Kugelbuchsbäume und zehn  Rhododendron und Azaleen, und jetzt in den letzten Tagen hat er an der Bushaltestelle am Rand von Loge zehn bis zwölf hochgewachsenen Allium einfach die Blütenköpfe abgeschnitten.

Allium sind Zwiebelpflanzen, die einen langen hohen Stiel haben und oben auf dem Stiel eine einzige kugelförmige Blüte in der Farbe Lila tragen (die in Wirklichkeit aus vielen sehr kleinen Blüten sich zusammensetzt).

Der Mensch hat direkt unterhalb der Blüte ein Messer angesetzt und die Blütenköpfe abgeschnitten.

Der Mensch muss psychisch krank sein. Ein armseliges Wesen, das einem wirklich sehr leid tun kann.

Heute ist der erste Weltbienentag!

Die UN hat Ende letzten Jahres den 20. Mai 2018 als ersten Weltbienentag bestimmt, der in der Folge jährlich als Informationstag auf die Bestäubungsleistung der Bienen und besonders der Wildbienen und auf deren Gefährdung aufmerksam machen soll.

Viele Veranstaltungen und Maßnahmen untestreichen die Bedeutung dieses neuen Umweltschutztages.

So hat z.B. der Discounter PENNY in Langenhagen alle Produkte, die irgendwie mit der Bestäubungsleistung von Bienen zusammenhängen, aus den Regalen geräumt, vom Apfel bis zu Baumwollsocken, in der Absicht, Kunden für die Leistung von Bienen zu sensibilisieren und vor Augen zu führen, was fehlen würde, gäbe es die Bienen nicht.

Die UN folgte einem Antrag slowenischer Imker.

Finanzielle Landpartie

Die Kulturelle Landpartie ist einfach zu kurz. Noch nicht mal vierzehn Tage. Wie soll man das alles schaffen, als Berufstätige? Man hetzt ja nur noch. Und dann noch alles andere dazu: im Stones-Fan-Museum tritt morgen Albert Lee auf. Heute und morgen war/ist Flohmarkt. Dann heute – Pfingstsonntag – und morgen noch der Pfingstmarkt in Satemin. Und die Mützingenta in Mützingen. Und am 25. Mai der Sommer-Shopping-Abend der IHG Lüchow. Am 1. Mai war der Kiekemarkt in Trebel. Geldausgeben im Wonnemonat Mai ohne Ende?

Warum dauert die Kulturelle Landpartie eigentlich nicht länger und wird gestreckt oder findet an mehreren Terminen im Jahr statt? Beziehungsweise warum findet alles auf einmal statt? Wer auf der Kulturellen Landpartie und den angedockten Veranstaltungen war, hat doch am 25. Mai kaum noch Geld für den Shopping-Abend.

Ganz ehrlich: die kunsthandwerklichen Angebote auf der KLP und dem Pfingstmarkt und Co. sind supertoll, aber auch teuer. Es ist Handarbeit, und Handarbeit soll gewürdigt und bezahlt werden, aber wer trägt hier auf dem Land einen Hut für 169.– € oder eine Tasche für 144.– €? Eine Halskette kostet über 100.– €, Tonfiguren 150.– € oder so, Dekoartikel ohne Ende. Und die Kunst-Handwerker kommen ja teilweise noch nicht einmal aus dem Landkreis, sondern aus ganz Deutschland. Sollte man den kunsthandwerklichen Teil einer Landpartie im Wendland nicht auf Kunst-und andere Handwerker aus dem Landkreis und auf deren Produkte beschränken? Was meint ihr?

KLP: Wendlandbräu in Kussebode

Kussebode, 13. Mai 2018.
Das Gelände der Brauerei Wendlandbräu – oder auch Storchenbier – mit seinen Angeboten ist eins der Highlights auf der Kulturellen Landpartie. Das Event hat die Bezeichnung „Kultur-Brauerei“, weil eben das Brauerei-Geschäft mit Kultur kombiniert wird. Hier könnt ihr das aktuelle Programm einsehen.

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Während der Kulturellen Landpartie – in diesem Jahr vom 10. bis 21. Mai – kann man täglich von 11:00 bis 19:00 Uhr das Brauhandwerk in Form von Brauereiführungen und Bierverkostung kennenlernen.

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Oder man setzt sich auf die vielen Stühle und Bänke unter den alten Bäumen und genießt bei einem Bier verschiedener Zubereitungsarten das schöne Wetter (im Moment ist es schön…).

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Zu verschiedenen Zeiten spielen Musikanten auf: von Blasmusik über eine Schul-Big-Band bis hin zu Ska, Funk, Reggae, Balkan-Pop und einem Sinfonie-Orchester ist an fast jeden Geschmack gedacht. Es darf auch getanzt werden! Am 12. Mai, also am vergangenen Sonnabend, wurden wendische Trachten und Tänze dargeboten.

Für den Kinderspaß stehen eine Riesensandkiste und eine Strohhüpfburg bereit.
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Eine Fotoausstellung zeigt das bäuerliche Leben im Wendland in der Zeit von 1910 bis 1930. Für Naturfreunde wird eine Wanderung mit dem Förster durch den Wald organisiert, und auch Kindern wird ein Erleben in der Wildnis nahegebracht.

Auch gestern am Sonntag war wieder viel Betrieb. Fast jeder Platz im Außengelände war besetzt, am Biertresen war Schlange stehen angesagt.

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Kinder konnten sich schminken lassen, Musik lag in der Luft, und fürs Auge (und ein volles Portemonnaie) gab es so allerhand in den alten Mauern der Nebengebäude: Schmuck, Täschchen, handbemalte lustige Teller und witzige Eierbecher aus Keramik, Charakterköpfe aus Keramik, Schmiedearbeiten und diverse andere, handwerklich gearbeitete schöne Dinge.

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Wer Hunger oder nur Appetit hatte, konnte sich an warmen Speisen, kalten Gerichten, Räucherfisch oder Käse satt essen.

Nachmittags zum Kaffee gibt es im Hof-Café Kuchen und Torten, von Landfrauen gebacken.

Kurzum: Die Kultur-Brauerei deckt fast alle Bedürfnisse ab. Nicht zu vergessen die nicht-materiellen Bedürfnisse wie die ideelle Unterstützung im Kampf gegen Massentierhaltung, der Einsatz für die Idee der ökologischen Landwirtschaft und der wesensgemäßen Bienenhaltung sowie der Hilfe „von Mensch zu Mensch“ in Form der Fahrradreparaturwerkstatt.

 

Autokennzeichen im Wendland

11.Mai 2018
Das Wendland ist nahezu identisch mit dem Landkreis Lüchow-Dannenberg.  Lüchow ist der Status als Sitz der Landkreisverwaltung zugesprochen worden, während die Stadt Dannenberg das Autokennzeichen des Landkreises stellt: DAN.

Viele Autofahrer legen Wert darauf, gleich anhand ihres Autokennzeichens identifiziert zu werden und wählen daher ihr Kennzeichen sorgfältig aus. Dafür bezahlen sie freiwillig eine nicht unbeträchtliche Gebühr. Gerne nimmt man die Anfangsbuchstaben von Vor- und Nachnamen und das Geburtsdatum als Zahlenbestandteil.

Andere wiederum haben Spaß daran, mit den individuellen Buchstaben nach dem Kennzeichen für die Stadt oder den Landkreis ein Wort zu bilden.

Das fällt in solchen Städten oder Kreisen schwer, wo das Kennzeichen nur aus Konsonanten besteht, zum Beispiel „HB“ oder „WL“ oder „WMS“.

Aber viele Städte oder Kreise haben zwischen Konsonanten auch Vokale, sodass sich eine Silbe ergibt, die im Glücksfall mit einer weiteren Silbe zu einem sinnvollen Wort wird.

So lieben die Oldenburger es, den Namen „Olga“ zu bilden, indem sie sich für die persönlichen Buchstabenfolgen G und A entscheiden: OL-GA. Oder OL-I.

Auch die Wendländer spielen mit dem Autokennzeichen: sehr beliebt, sozusagen auf Rang eins, steht die Kombination des Kreiszeichens DAN mit KE: DAN-KE. DAN plus K geht auch noch gut: DAN-K.

An nächster Stelle in der Beliebtheitsskala steht CE: DAN-CE > tanzen auf Englisch… Gerne aber auch die französische Version: DAN-SE. Ein DAN-DY zu sein, ist auch sehr begehrt.

Die Vornamen DAN-Y und DAN-A sieht man auch oft, und vielleicht heißen die Besitzer ja tatsächlich so.

Literarisch Gebildete wählen gern den italienischen Renaissance-Autoren DAN-TE, noch Gebildetere, die in der griechischen Mythologie bewandert sind, sogar DAN-AE, der Name der Tochter von Akrisios und Aganippe – weiß doch jeder…! 😉

Schlichtere Gemüter beschränken sich auf die Bildung der Wörter DAN-N oder DAN-Z, immerhin reimt sich dies auf „Tanz“.

Leute mit internationalem Weitblick wählen auch gern die Kombination DAN-AM, denn das reimt sich auf die amerikanische Fluglinie PAN-AM.

Da viele Landkreisbewohner Wert darauf legen, am Widerstand gegen das geplante Atommüll-Endlager in Gorleben beteiligt zu sein, kommt – bestimmt im bundesdeutschen Vergleich übermäßig – häufig der Buchstabe „X“ vor, gerne auch kombiniert mit anderen Buchstaben, zum Beispiel DAN-EX – oder als Doppel-X: DAN-XX – oder auch mit S: DAN-SX.

Bei der Recherche habe ich bei Google „Kfz-Nummern“ eingegeben und bin auf diese Seite gekommen. Hier wird leider nicht so nett unter „Lustige und witzige Bedeutungen zum KFZ-Kennzeichen DAN“ erklärt, was manche Leute unter DAN verstehen:

DAN > Die armen Nachbarn
DAN > Dümmster Autofahrer Niedersachsens

Gebt doch selbst einmal nettere Erklärungen ein! Vielleicht „Denkt an Naturschutz“ oder „Die Alternative (für) Niedersachsen“?

 

Die Kulturelle Landpartie

Von Himmelfahrt bis Pfingsten – das ist in jedem Jahr wieder der Zeitraum, in dem die Kulturelle Landpartie im Wendland stattfindet.

In vielen Ortschaften werden Ausstellungen, Kunsthandwerk, Theatervorstellungen, musikalische Vorführungen und eine Vielzahl weiterer Events dargeboten, abgerundet durch kulinarische Angebote, Brauerei- und Gartenbesichtigungen, geführte Themen-Spaziergänge, handwerkliche Vorführungen, Filme, Beratungsangebote, und, und, und.

Die Kulturelle Landpartie ist ein einzigartiges, selbst organisiertes Kulturfestival, in dem Wendländer ihre Kreativität und Organisationsfähigkeit zeigen, an dem sich aber auch viele auswärtige Aussteller, Kunsthandwerker und Künstler beteiligen.

Inzwischen im 28. Jahr lockt das Kulturfestival Tausende Besucher aus ganz Deutschland und auch dem angrenzenden Ausland an. Es ist die Zeit der Radtouren. Wenn das Wetter hoffentlich entsprechend schön ist, pendeln die Gäste vorzugsweise mit dem Fahrrad und gern in Gruppen zwischen den verschiedenen „Wunde.r.punkten“ im Wendland hin und her. 123 Wunde.r.punkte gibt es in diesem Jahr. Das bedeutet, 123 Stellen in verschiedenen Orten kann man ansteuern!

Die Organisation der KLP (Kulturelle Landpartie) hat zur Orientierung eine wunderbare interaktive Karte herausgebracht, auf der alle Angebote an allen Punkten einzusehen sind.

Kommt gerne zu uns ins Wendland, mit dem Auto ist es auch okay, wir haben hier genug Platz für Parkplätze…!

Und bringt ordentlich Geld mit, ihr braucht es nicht lange mit euch herumzutragen!

Präsenz der Agentur Wendlandleben auf der Kulturellen Landpartie im Wendland

ÜBER DIE AGENTUR WENDLANDLEBEN (von der Agentur Wendlandleben):

Die Agentur Wendlandleben ist erste Anlaufstelle für alle, die (wieder) Wendländer werden wollen und bietet Arbeitgebern im Landkreis Lüchow-Dannenberg eine Präsentationsplattform sowie Hilfe bei der Rekrutierung von Fachkräften.

Mit unseren kostenfreien Leistungen begleiten wir dein Ankommen im Wendland persönlich und individuell. Wir unterstützen mit Informationen und Kontakten zu Kernthemen wie Arbeit, Wohnen, Freizeit und Familie sowie einem breitgefächerten Netzwerk an der Schnittstelle von Industrie, Gewerbe und Dienstleistung, Verwaltung, Kreativszene und Landleben.

Durch diese Tätigkeiten vereinfachen wir hiesigen Unternehmen den Zugang zu jungen Fachkräften, vermitteln und bewerben Arbeitsplätze und fungieren als Multiplikator und Bindeglied. Die Agentur legt dabei einen Fokus auf die Region als Lebens- und Wirtschaftsstandort. Wendlandleben ist seit 2017 für den Landkreis unter dem Dach der Wirtschaftsförderung Lüchow-Dannenberg aktiv und als Modellprojekt im Rahmen der Allianz für Fachkräfte Nordostniedersachsen aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert.

Auf dem größten selbstorganisierten Kulturfestival, der Kulturellen Landpartie im Wendland, wird die Agentur Wendlandleben an drei Standorten präsent sein:

> in Diahren, gemeinsam mit dem Wendland Regionalmarketing und der Landwerkstatt

> in Prießeck und in Neu Darchau gibt es eine Ausstellung sowie „Sofagespräche“ über das Landleben, ergänzt durch Videos junger Wendländer

Näheres über die Vorhaben der Agentur Wendlandleben auf der Kulturellen Landpartie könnt ihr hier erfahren:  Programm_Werde.Wendlander_Kulturelle Landpartie2018 .

Außerdem könnt ihr euch über die Agentur Wendlandleben weitere Infos hier holen: Fur Landverliebte die Agentur Wendlandleben .

WikiLovesEarth: der Fotowettbewerb rund um den Naturschutz

In der Zeit vom 1. bis 31. Mai 2018 sind Fotografierfreudige von Wikipedia aufgerufen, Fotos zum Thema „Naturschutzgebiete aller Art“ einzureichen, um an einem Wettbewerb teilzunehmen, in dem eine Jury die besten Bilder auswählt.

Das Ziel des Wettbewerbs ist, die Vielfalt der Natur zu dokumentieren. Alle eingereichten Fotos werden in der Online-Multimediabibliothek „Wikimedia Commons“ hochgeladen und stehen anschließend allen Nutzern lizenzfrei zur Verfügung.

Im Fokus stehen Biosphärenreservate, Naturschutzgebiete, Naturdenkmäler, Landschaftssschutzgebiete, Naturerlebnisräume, Naturparks und Ähnliches.

Nähere Informationen hier.

 

Das Schloss von Lüchow

Lüchow, 4.5.2018.
Es war einmal …

… eine junge Frau namens Anna Gräfin von Nassau-Dillenburg aus dem rheinischen Westen.

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Anna Gräfin von Dillenburg-Nassau

Sie heiratete 1467 im Alter von 27 Jahren Otto V. von Braunschweig-Lüneburg, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg und von 1464 bis 1471 – nachdem sein älterer Bruder kinderlos verstorben war – Fürst von Lüneburg, aus dem Adelsgeschlecht der Welfen.

Wie bei einer politischen Hochzeit üblich, wurde ein Ehevertrag geschlossen, in dem Anna für den Fall des Ablebens ihres Ehemannes die Stadt Lüchow und das Schloss in Lüchow mit allem Zubehör als Witwensitz (sog. „Wittum“) zugesprochen wurde.

Schon vier Jahre nach der Hochzeit im Jahr 1467, die in Celle stattfand, starb Herzog Otto V. bei einem Stechturnier in Celle und Anna war jetzt Witwe. Als nunmehrige Landesherrin im Herzogtum Braunschweig-Lüneburg engagierte sie sich sozial, kirchlich und wirtschaftlich und übernahm die Vormundschaft für ihren 1468 geborenen Sohn (Heinrich der Mittlere), bis derjenige selbstständig die Herrschaft ausüben konnte.

Die Grabstätte des verstorbenen Otto V. liegt übrigens in der St.-Michaelis-Kirche in Lüneburg.

Obwohl Annas Hauptwohnsitz das Celler Schloss war, besuchte sie häufig ihren Witwensitz in Lüchow und ließ umfangreiche bauliche Maßnahmen im Schloss durchführen. Sie galt als wohltätig, fromm und bescheiden, als vorbildliche Landesmutter. Nachdem sie ein zweites Mal geheiratet hatte, verstarb sie 1514 in ihrem Schloss in Celle.

Das Schloss diente dann über Jahrhunderte als Amtssitz der Grafschaft Lüchow. Es befand sich auf einer Anhöhe, von der aus man die Stadt Lüchow überblicken konnte. Wer den Amtssitz aufsuchen wollte, musste die Anhöhe hinaufgehen und bekam somit gleich ein Gefühl für die „Amts-Hoheit“.

Im Schlossturm weist ein Wappen auf Annas Herkunft hin: das Wappen der Grafen von Nassau-Dillenburg aus dem Rhein-Gebiet.*

Ein Großneffe von Anna war Wilhelm I. von Oranien, der der Stammvater des heutigen niederländischen Königshauses ist. Der Geburtsort von Wilhelm von Oranien war Dillenburg. Das Königshaus nennt sich ja „die Oranier“. Der heutige niederländische König heißt auch Willem und ist der Sohn von Königin Beatrix und Prinz Claus.

Prinz Claus hieß ursprünglich Claus von Amsberg und stammte aus einem Adelshaus, das seinen Sitz in Mecklenburg hatte. Sein Vater war Gutsverwalter eines Landguts in der Nähe von Hitzacker, und daher ist Hitzacker die Geburtsstadt von Claus von Amsberg. Auch Willem der Niederlande war mindestens einmal in Hitzacker, um die Heimatstadt seines Vaters kennenzulernen. 2014 weihte Königin Beatrix der Niederlande eine neu gebaute Promenade mit Schutzmauer vor der Elbe – es gab mehrmals Überschwemmungen – persönlich ein und taufte sie auf den Namen ihres verstorbenen Gatten „Prinz-Claus-Promenade“.

Ungefähr dreihundert Jahre, nachdem soviel herzoglicher Glanz über Anna Herzogin von Braunschweig-Lüneburg und zeitweise Regentin des Fürstentums Lüneburg auf Lüchow gefallen war, brannte das Lüchower Schloss am 24. April 1811 nieder, zusammen mit dem größten Teil der Stadt Lüchow.

Das Feuer war in einer Brennerei im Stadtzentrum ausgebrochen und erfasste rasend schnell die meisten Gebäude der kleinen Stadt. Innerhalb weniger Stunden waren nur noch Brandruinen von den Gebäuden geblieben. Fast 200 Wohnhäuser plus etliche Nebengebäude und Ställe werden vernichtet. Hier kann man eine kleine Ansicht des Schlosses und der Stadt nach dem Brand sehen, zusammen mit einer Schilderung der Geschehnisse rund um den Großen Brand von Lüchow.

Vom Schloss übriggeblieben sind nur der Turm sowie die Grundmauern. Nach dem Umfang der Grundmauern zu urteilen, muss das Schloss ziemlich groß gewesen sein. Es befand sich auf einer Anhöhe, von der aus man über die Stadt blicken konnte.

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Das Schlossgelände liegt auf einer kleinen Anhöhe.

Heute ist der Turm das Wahrzeichen der Stadt Lüchow und wird als „Amtsturm“ bezeichnet, obwohl es ja eigentlich „Schlossturm“ heißen müsste.

Innerhalb der Grundmauern, die aus massigen Feldsteinen bestehen, ist eine gepflegte Parkanlage entstanden, die sich auch außerhalb der Grundmauern und unterhalb der Anhöhe fortsetzt.

Die Grundmauern des ehemaligen Schlosses: mächtige Feldsteine:

 

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Ob das ein absichtlich freigelassenes „Fenster“ oder ein Einstieg in die Kellerverliese war?

Eine gepflegte Parkanlage umgibt den Amtsturm:

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Das Flüsschen Drawehner Jeetzel durchfließt den Park, „Amtsgarten“ genannt. Kleine Brücken ermöglichen einen Seitenwechsel beim Spazierengehen. Sitzbänke laden zum Ausruhen ein.

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Eine kleine Fußgängerbrücke über die Drawehner Jeetzel im Amtsgarten.

Alte Bäume umstehen den Turm, Raben und Tauben umfliegen ihn.

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Die Wurzel eines uralten Baums klammert sich an den Untergrund:

Durch eine eiserne Rundbogentür kann man den Turm betreten (wenn das Museum geöffnet hat).

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Der Schlossturm beherbergt das Museum des Geschichts- und Altertumsvereins Wendland. Es hat von April bis Oktober am Freitag und Samstag von 13:00 bis 16:00 Uhr, am Sonntag von 11:00 bis 15:00 Uhr und Montag von 10:00 bis 14:00 Uhr geöffnet. Vorsichtshalber sollte man sich vorher aber noch mal bei der Stadt Lüchow erkundigen, ob geöffnet ist (05841-126-0).

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Mitten auf einem Platz vor dem Turm auf der Anhöhe liegt eine große, runde Scheibe auf einem Sockel.

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Die Scheibe hat einen Durchmesser von schätzungsweise sechs Metern und besteht aus Beton, umfasst von einem Eisenring. Leider stand kein Schild mit einer Erklärung daneben, wozu diese Scheibe dient. Im Prinzip ist sie begehbar. Vielleicht soll sie metaphorisch die Begegnung zwischen Zukunft (sie erinnerte mich an ein UFO) und Vergangenheit (Schloss) ausdrücken.

Etwas seitwärts zeigt ein dreidimensionales Kunstwerk aus Eisen mit beabsichtigtem Rostansatz zwei Frauenfiguren: eine davon ist Anna, die Herzogin zu Braunschweig-Lüneburg aus dem Hause Nassau-Dillenburg, an der anderen Frauenfigur steht der Name Sophia-Elisabeth. Sophia-Elisabeth war eine weitere Herzogin zu Braunschweig-Lüneburg und starb 1676 in Lüchow.

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An einer anderen Stelle wurde ein sehr großer Feldstein zu einem Denkmal für den Distriktbaumeister Lietzmann aus Salzwedel umgestaltet, der zu napoleonischer Herrschaftszeit „mit ungeheurer Tatkraft“ bereits eine Woche nach dem verheerenden Stadtbrand im Jahr 1811 den Neubau einleitete und plante, sodass bereits nach einem Jahr der Neubau des Stadtzentrums in einheitlicher Fachwerkbauweise und einem durchdachten rechtwinklig angelegten Straßensystem mit Querverbindungen abgeschlossen war.

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Gedenkstein für Baumeister Lietzmann aus Salzwedel.

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Diesem Baumeister Lietzmann ist es also zu verdanken, dass das Städtchen Lüchow heute so einen strukturierten und netten Eindruck als gepflegte Fachwerkstadt und Teil der touristisch interessanten „Deutsche Fachwerkstraße“ macht, durchzogen vom Fluss Jeetzel mit mehreren Brücken und vielen Seitengängen, die die Parallelstraßen verbinden.

Hier folgen noch einige weitere Ansichten vom Amtsturm, dem Wahrzeichen der Stadt Lüchow:

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Ganz nah dran …

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…mit Blick auf die Stadt Lüchow.

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(*Woher ich das alles weiß? Von einer Informationstafel, die an einem Gebäude am Rand des Parks angebracht ist …allerdings steht auf der Tafel „Otto II.“, das war aber „Otto V.“, mit dem Anna verheiratet war … das Bild von Anna am Anfang stammt auch daher):
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Albert Lee am 21. Mai im Stones-Fan-Museum Lüchow

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Am 21. Mai 2018 tritt Albert Lee im Stones-Fan-Museum in Lüchow, Dr. Lindemann-Straße, auf, begleitet von seiner Band..

Albert Lee ist zweifacher Gewinner des international anerkannten Musikpreises „Grammy“ und gehört auch wegen seiner ungewöhnlichen Methode des „Hybridpicking“ zu den besten Gitarrenspielern der Welt.

Außerdem spielt er weitere Instrumente und singt und komponiert. Country Music, aber auch Rock und Rhythm and Blues kennzeichnen seinen musikalischen Stil.

Er spielte mit mehreren berühmten Größen der internationalen Musikszene zusammen, wie zum Beispiel Joe Cocker, George Harrison oder Bill Wyman, dem ehemaligen Gitarristen der Rolling Stones.

Karten unter www.stones-fan-museum.com.