VW-Käfer-Oldtimer-Freaks im Stones-Fan-Museum Lüchow

Lüchow.
Im Rolling-Stones-Fan-Museum in Lüchow ist immer was los. Heute am Sonntag gegen 11.00 Uhr trafen sich dort Mitglieder eines VW-Oldtimer-Clubs. Sie hatten eine „Überraschungsfahrt“ unternommen, bei der niemand wusste, was das Ziel sein würde. Das Ziel war: der Rolling-Stones-Fan-Club von Ulli Schröder!

Der Parkplatz des Museums und der Straßenrand waren voll liebevoll restaurierter bunter VW-„Käfer“. Als „Oldtimer“ gilt ein Fahrzeug, das ein Alter von 30 Jahren überschritten hat. An den Autokennzeichen konnte man das Herstellungsjahr ablesen. Der älteste Käfer vor dem Museum in der Tarnfarbe grau-grün stammte aus dem Jahr 1950. Er hatte noch äußerlich sichtbar alle Originalteile, vom Mini-Scheibenwischer über den „nierenförmigen“ Außenspiegel bis zum Lenkrad. Auch das hintere „Brezelfenster“ war noch das Original. Rechts daneben ein weißer Käfer aus dem Jahr 1969 mit Wolfsburger Kennzeichen.

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Hier noch ein paar Detail-Fotos:

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das „Brezelfenster“
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der Außenspiegel in „Nierenform“
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die niedlichen Scheibenwischer

Dieser rote Käfer stammt aus dem Baujahr 1957:

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Ein älterer Herr, der anscheinend nicht zu den Clubmitgliedern gehörte, aber viel fotografierte, fiel mir auf und ich sprach ihn an. Helmut T. hatte 1956 im Alter von 14 Jahren eine KfZ-Mechaniker-Lehre bei einem Lüchower Autohaus mit angeschlossener Werkstatt angefangen und später die Meisterprüfung absolviert. Bis 2007 blieb Helmut T. dem Autohaus, das im Laufe der Jahre seinen Besitzer wechselte, treu, insgesamt 51 Arbeitsjahre lang. Helmut T., heute 75 Jahre alt, hat seinen Beruf geliebt. 2009 hatte er ein „Veteranentreffen“ aller Mitarbeiter des alten Autohauses organisiert, mit freundlicher Unterstützung des neuen Inhabers. Zum Käfertreffen ist er gekommen, um Fotos seiner alten „Lieblinge“ zu machen. Woran er beim Anblick der Oldtimer-Käfer denkt? Spontan antwortet er „man hat ja eine Freundin gehabt“. Aha. Auf Nachfrage, ob er denn nur eine oder mehrere Freundinnen im Käfer „herumgefahren“ hat, schmunzelt er und will keine rechte Antwort geben.

Im Museum sitzen inzwischen die Clubmitglieder im Halbkreis vor Ulli Schröder, dem Museumsgründer und -inhaber, und hören  interessiert seinem Vortrag zu. Sie – bzw. genaugenommen derjenige, der das Ziel der Sternfahrt festlegte – haben das Rolling-Stones-Fan-Museum als Ausflugsziel genommen, weil sie in der Zeit der Fünfziger und Sechziger Jahre aufgewachsen sind, und die Musik der Stones ihre Jugend begleitet hat. Außerdem sind im Museum auch viele Möbelstücke und Radio-und Fernsehgeräte aus der Zeit aufgestellt. Da passt das Interesse für Oldtimer-VWs aus der Zeit und das Interesse für die älteste noch aktive Rockband aus dieser Zeit doch gut zusammen.

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Nach dem Vortrag, in dem Ulli die Geschichte der Entstehung seines Museums erzählt und so einige Interna aus seinen persönlichen Kontakten mit den Rolling Stones preisgibt, führt er die Gruppe durch das Museum und bleibt hier und da stehen, um einige Exponate herauszuheben, diese und jene Besonderheit zum Besten zu geben.

 

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