Netzwerk Solidarische Landwirtschaft: Einladung zu einem Kennenlernabend im Gildehaus Lüchow

Lüchow.
Ungefähr ein Dutzend Kooperativen des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft gibt es im Landkreis und in angrenzenden Kommunen, und bundesweit sind es inzwischen 170 Kooperativen. Die Solidarische Landwirtschaft verfolgt das Ziel, regional erzeugte landwirtschaftliche Produkte auch in der Region zu verkaufen, indem nämlich Kooperationen mit Verbrauchergruppen eingegangen werden. Darüber schließen Hof- und Gärtnereibetreiber einen Jahresvertrag mit der Verbrauchergruppe ab.

Der Vorteil für die Landwirte und Gärtner liegt darin, dass der Absatz zu auskömmlichen Preisen gesichert ist und somit für eine schonende Betriebsweise sorgt. Der Vorteil für die Verbraucher besteht darin, dass sie im Gegenzug für eine monatliche Kostenpauschale von zwischen 80 und 150 Euro wöchentlich einen bestimmten Anteil an der Ernte erhalten und somit mit frischen, regional erzeugten Produkten versorgt werden. Die Abholung der Produkte erfolgt entweder an der Produktionsstätte selbst, wodurch auch eine menschliche Bindung zwischen Erzeugern und Verbrauchern entstehen kann, oder an zentralen Abholorten. Solidarität eben zwischen Erzeugern und Verbrauchern.

Mitglieder der Solidarischen Landwirtschaft – kurz: SoLaWi – stellen das Konzept und sich und ihre Betriebe am 6. Februar ab 19:00 Uhr im Gildehaus Lüchow vor. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Hier einige Fotos zum Thema (Fotos: Lynne Kunz):

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Filme über die Arbeit des Familien Service Büro

Wendland.
Das Familien Service Büro des Landkreises hat verschiedene Filme (aus 2014 und 2015) erstellt, in denen über seine Beratungstätigkeit und seine Hilfestellungen für Familien berichtet wird.

Hier die auf youtube verlinkten Bezeichnungen der Filme:
Familien Service Büro
Familien Hebamme
Geburtshilfe
Babyschwimmen
Kinderkrippe
Tagespflege

 

 

Integriertes Klimaschutzkonzept des Landkreises und der Masterplan zur Umsetzung des Klimaschutzes

Lüchow.
Auf der Grundlage eines Kreistagsbeschlusses von 2008 hat der Landkreis Lüchow-Dannenberg von der Unternehmensberatung target GmbH ein Klimaschutzkonzept erstellen lassen (aus 2010). Auf 218 Seiten erfahrt ihr interessante Informationen zum Stand, zu den Potenzialen, Zielen und empfohlenen Maßnahmen für den Klimaschutz im Landkreis. Hier findet ihr den Link.

Klimaschutzkonzept

 

Präsentation1

Masterplanbericht Landkreis Lüchow-Dannenberg

Und hier ist der Link zum Masterplan des Landkreises, den die Klimaschutzleitstelle mit Sitz im Alten Postamt Lüchow umzusetzen anstrebt.

Der Masterplan wurde im Rahmen eines bundesweiten Förderprogramms von 41 Kommunen aufgelegt, die eine Reduktion  der Treibhausgase um 95% und eine Halbierung der Endenergie bis 2050 realisieren wollen.

Der Kreistag hat am 24. September 2015 der Teilnahme an diesem Förderprogramm in einem Beschluss zugestimmt. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg wird dabei seit dem 1. Juli 2016 über einen Zeitraum von vier Jahren mit 95% Prozent durch die Nationale Klimaschutzinitiative der Bundesregierung gefördert.

In der ersten Phase sollen ein Klimaschutzkonzept – der „Masterplanbericht“ – und darauf abgestimmte geplante Klimaschutzmaßnahmen erstellt werden.

In der zweiten Phase sollen diese geplanten Maßnahmen umgesetzt werden, wofür bis zum 1. Juli 2020  die Masterplanförderung durch Personalressourcen abgedeckt wird. Förderprojekte ergänzen die Maßnahmen, soweit diese personell nicht durch die Masterplanförderung abgedeckt sind.

Müll im Überfluss

Lüchow/Dannenberg.
Im Landkreis wird diskutiert, wie man einer Seuche beikommen kann: der Müllseuche. An Containersammelstellen werden offenbar immer wieder Mülltüten mit Hausmüll oder sonstiger Müll hingestellt. Auch an Parkplätzen oder Bushaltestellen ist dieses Problem bekannt.

Die Ursache meiner Meinung nach: das in der Psychologie bekannte Phänomen der „Verantwortungsdiffusion“. Sehen also mehrere Menschen ein Problem, fühlt sich nicht der Einzelne für die Beseitigung verantwortlich, sondern denkt „ach, es sind ja noch so viele außer mir hier – dann kann jemand anders die Lösung des Problems ja angehen“. Bewusst wurde das Phänomen der Verantwortungsdiffusion in der menschlichen Denkweise, als vor einigen Jahrzehnten nach dem Überfall und der Tötung einer jungen Frau in den USA sich durch Zeugenbefragungen herausstellte, dass mehrere Menschen von ihrem Balkon aus zugesehen hatten, aber keiner sich als Einzelner verantwortlich fühlte, einzugreifen.

Es kommt also darauf an, die Menschen in der Umgebung anzusprechen. Dazu könnte Weiterlesen

Flohmarkt in Bergen/Dumme

Bergen/Dumme, 8. Januar 2018.
Nach längerer Abstinenz hatte ich vorgestern Abend plötzlich Lust, mal wieder auf den Flohmarkt zu gehen und meinen angesammelten Klimbim zu verkaufen. Ich packte daher mein Auto voll und stand am Sonntag um 4.30 Uhr auf. Matthias Strauch hatte für Sonntag die Schützenhalle in Bergen und umzu gebucht. Weil es nicht regnete, war es sogar relativ voll.

Das alte Schaukelpferd mit Sattel und Steigbügeln aus Metall war ich gleich als erstes los, später noch das Kasperle-Theater-Ensemble. Ein Toaster wechselte die Besitzerin, denn ich esse ja nun kein ungesundes Toastbrot mehr. Dann noch ein altmodischer Fahrradsattel und eine Eierplatte aus Kristall … und diverse weitere Sachen.

Ich selbst konnte dann auch wieder Interessantes mitnehmen: zwei goldfarbene Bilderrahmen aus der Jugendstilzeit, ein total gut erhaltener Kinderhochstuhl aus Buche für meine Fünfziger-Jahre-Sammlung und – auch für diese – einen komplett erhaltenen Ständer mit sechs farbigen Schnapsgläsern für nur fünf Euro! Der professionelle Händler auf dem gleichen Flohmarkt wollte für ein ähnliches Set sage und schreibe zwanzig Euro! Hatte ich wieder ein Glück! Und dann noch sechs bunte Metallbecher mit passenden farbigen Schnapsbecherchen, ebenfalls aus den Fünfzigern.

Das Interessanteste auf dem Flohmarkt sind aber die Gespräche mit den Nachbarn. Da erfährt man so allerhand aus Lebensläufen anderer Menschen. Neben mir hatte ein älterer Mann seinen Stand aufgebaut. Er war schon achtzig Jahre alt, total rüstig und fuhr seit 35 Jahren auf Flohmärkte. Aber was ich so alles Interessante erfahren habe, bleibt mein Geheimnis.

In der Schützenhalle selbst hatte die Besitzerin einen Raum mit allerhand Utensilien gefüllt, die sie angesichts der Flohmarktbesucher und -händler gern verkaufen wollte: ein Schrank, Tische, Weihnachtsdekorationsartikel, Puppenwagen, Notenständer etc. Und eine Küchenhexe, total gut erhalten. Leider hatte die schon jemand am Vortag gekauft…Schade. Ich suche doch eine. Wer hat eine Küchenhexe – so ein Herd aus weißer Emaille mit Handlauf – zu verkaufen? Bitte melden!

Wendland Einmaleins – ein Abend für Neuwendländer

Lüchow.
Die Fachkräfteagentur Wendlandleben, der Wirtschaftsförderung des Landkreises Lüchow-Dannenberg angegliedert, sieht eine ihrer Aufgaben auch darin, Neubewohnern des Wendlands die Anfangszeit mit Maßnahmen zu erleichtern, die Kontakte zu schon lange im Wendland Lebenden ermöglichen. Die Agentur möchte für eine Willkommenskultur sorgen. Dazu hat die Agentur unter Leitung von Sigrun Kreuser nun einen Abend für Neubürger ins Leben gerufen, der regelmäßig an jedem ersten Donnerstag im Monat ab 18.00 Uhr in den Räumlichkeiten der Grünen Werkstatt im Erdgeschoss des Alten Postamts stattfinden soll.

Ich besuchte den zweiten Abend dieser Veranstaltungsreihe am Donnerstag, den 4. Januar. Ungefähr 35 Interessierte – je zur Hälfte Männer und Frauen –  füllten den Raum und verteilten sich um sechs bis sieben Tische. Teils waren sie aus Lüchow, Hitzacker oder Dannenberg gekommen, teils aus Dörfern im ganzen Landkreis. Ein kleines Buffet mit frischen Mohrrüben, Brot, Kräuterbutter, Salat und Frikadellen sowie Getränken erleichterte gleich zu Beginn nach einer kleinen Ansprache von Sigrun Kreuser eine gelockerte Stimmung. Jeder holte sich eine Kleinigkeit vom Buffet und kam darüber schnell mit den Tischnachbarn ins Gespräch.

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Anregende Gespräche zwischen den Teilnehmenden. Am runden Tisch in der Mitte stehend: Sigrun Kreuser, die Leiterin der Agentur Wendlandleben.

Nach dem kulinarischen Einstieg stellte sich jeder mit einigen Worten kurz vor und nannte, sofern vorhanden, seine Anliegen. Überwiegend waren es Ältere bereits im Rentenalter, einige wenige Jüngere in den Dreißigern waren jedoch auch dabei.

Die verschiedensten Berufssparten waren vertreten: Weiterlesen