Ein Volksfest mit jahrhundertealter Tradition: das Buerbeerfest in Bösel – jetzt vom 27. bis 29. April

Bösel.
Bösel, das Dorf in der Nähe von Lüchow mit 450 Einwohnern, feiert jedes Jahr im April das Buerbeerfest. Es wird regelmäßig am Wochenende nach dem Namenstag des heiligen Georg, dem St.-Georgs-Tag am 23. April, gefeiert, in diesem Jahr somit vom 27. bis 29. April. Der heilige Georg ist in Sagen als Drachentöter bekannt, wobei der Drache wohl als Symbol für alles „Böse“ herhalten musste. Die Feldsteinkirche im Zentrum von Bösel ist denn auch nach dem Heiligen als „St.-Georg-Kirche“ benannt.

Das Buerbeerfest ist jahrhundertealt und noch in einer heidnischen Zeit entstanden. Der Sinn war, in einer Prozession um die Felder die Götter um Schutz für die Saat und damit die spätere Ernte zu bitten. Dieser Brauch wurde dann in christlicher Zeit fortgeführt, wo dann der eine christliche Gott um Segen gebeten wurde.

Bis vor längerer Zeit noch war es üblich, dass jeder Haushalt dem Pastor sechs Eier abgeben musste. Dieser brachte die Eier auf dem Altar sozusagen als Opfergabe der Gemeinde dar, gab die Eier aber danach an die Bevölkerung zurück, von der sie dann in einem frohen gemeinsamen Fest verbraucht werden sollten. Die Eier schlug man in Weizenbier, genannt „Braunbier“, und erhielt so ein „Eierbier“, das von allen, auch Kindern, dann getrunken wurde.

Das Fest wird an drei Tagen nach bestimmten, festgelegten Regeln begangen: am ersten Tag wird das Fest mit Bürgermeister und weiteren Honoratioren mit anschließendem Tanz eröffnet. Am zweiten Tag sind die Kinder mit Kindertanz an der Reihe. Am Abend spielt Musik für die Erwachsenen mitsamt ihrer Freunde und Bekannten auf, wobei Wert auf festliche Kleidung gelegt wird. Am dritten Tag schließlich findet der große, langfristig vorbereitete Umzug mit lustig ausgestatteten Fahrzeugen und verkleideten Bewohnern durch das Dorf statt, wobei sich vielerlei Gruppen, Organisationen und Vereine beteiligen.

Näheres könnt ihr hier lesen, wo ihr auch Fotos vergangener Buerbeerfeste findet. Und auf youtube könnt ihr euch ein Video vom Umzug ansehen.

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