Mähdrescher

Lüchow, 3. August 2018.


Mähdrescher in der Landwirtschaft

Vorvergangenen Freitag fuhr ich an einem Getreidefeld bei Lüchow vorbei, das gerade von einem durch einen Mann gelenkten Mähdrescher abgemäht wurde.
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Dabei fiel mir der uralte Mähdrescher ein, der in Lübbow steht. Seht einmal: dieser Mähdrescher ist ganz aus Holz und auch mit Holzrädern:

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Noch ein paar Detail-Fotos:
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Wer Interesse an historischen Maschinen hat, interessiert sich vielleicht auch dafür, sich diesen alten Mähdrescher, der jahrzehntealt ist, anzuschauen. Er steht im Moment gegenüber der alten Schule in Lübbow. Zur alten Schule geht ein Abzweiger von der Hauptstraße etwa in der Mitte bei dem Imbiss. Der Mähdrescher stand aber auch schon mal direkt an der Hauptstraße durch Lübbow.

Bevor dieser alte Mähdrescher seinen Dienst antrat, wurden die Getreidefelder per Hand mit der Sense abgemäht. Die Halme wurden zusammengebunden und die Bündel dann aufrecht gegeneinandergestellt. Anschließend wurden die Bündel dann auf einen Wagen geladen und mit dem Pferd auf die Diele zum Dreschen gebracht. Dabei war eine ganze Familie beschäftigt. Ich selbst habe als Kind diese Arbeitsweise noch bei meinen Großeltern kennengelernt. Wir Kinder versteckten uns in den zusammengestellten Garben. Die Felder waren aber damals in den Ausmaßen auch noch viel kleiner.

Als ich ein paar Stunden später wieder an dem Getreidefeld bei Lüchow vorbeifahre, ist der Bauer gerade dabei, die ausgedroschenen Getreidekörner aus dem Mähdrescher in einen mitgebrachten Wagen zu schütten – bzw. per Knopfdruck schütten zu lassen. Er steht nur daneben. Der Wagen ist als Anhänger hinter einem Trecker befestigt, und bald wird der Bauer mit der Ernte eines Tages nach Hause fahren.

Heute wird ein ganzes riesiges Getreidefeld von einer einzigen Person gemäht – und das Getreide gleich gedroschen. Und das verbleibende Stroh zu Bündeln gepresst. Industrielle Landwirtschaft eben.

Ergänzung vom 17.8.: Gestern habe ich in der Sendung Galileo einen Beitrag gesehen, in dem ein Journalist drei Tage lang bei einem Bauern mitgeholfen und darüber berichtet hat. An einem Tag musste er den Motorraum vom Mähdrescher, der 200.000 .– € gekostet hat, von dem Staub, der beim Mähdreschen auf dem Feld angesaugt wird, reinigen. Er hat drei Stunden dafür gebraucht und musste mit Staubschutzmaske arbeiten! Er sagte noch: „Und ich dachte, die Maschine macht alles ganz von alleine!“…

 

 

 

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