Traurig: Brandruinen im Zentrum von Dannenberg

Nach einem verheerenden Brand sind drei jahrhundertealte Häuser im Stadtkern von Dannenberg nur noch Ruinen.

Am vergangenen Freitag wollte ich in Dannenberg eigentlich die zentrale Kulturkirche besichtigen. Aber schon von Weitem stieg mir der Geruch verbrannten Materials in die Nase. Ich hatte schon von dem Großbrand in Dannenberg gehört, und in vielen Medien, auch im Fernsehen, wurde diese Meldung verbreitet.

Aber als ich dann um die Ecke bog und plötzlich vor dem alten ausgebrannten Fachwerkhaus mit verrußter Fassade stand, war ich schon schockiert.

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Links ist die Kulturkirche und gleich rechts daneben mit nur wenigen Metern Abstand das betroffene Fachwerkhaus.

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Vor allem das Dachgeschoss ist ausgebrannt, aber natürlich erkennt man auch in den darunterlegenden Geschossen deutlich Brandspuren. Überdies sickert natürlich das Löschwasser bei einem Dachstuhlbrand in alle darunterliegenden Geschosse und richtet eigenen Schaden an.

Zum Glück im Unglück konnten alle Bewohner*innen ohne gesundheitliche Schäden aus dem Haus entkommen.

Ich hörte, dass einer der Feuerwehrmänner eine Rauchvergiftung erlitt. Ich hoffe, dass es ihm inzwischen wieder gut geht.

Ich hatte schon irgendwann gegen halb zehn am Abend des Dienstag die Sirene in Lüchow gehört, die im Gefahrensfall die Mitglieder der Feuerwehren zusammenruft. Mehrere Wehren der umliegenden Gemeinden halfen gemeinsam mit der Dannenberger Feuerwehr beim Bekämpfen des Großfeuers, das insgesamt drei Gebäude erfasste, und bei der anschließenden Brandwache.

Die drei Gebäude wurden sehr eng aneinander gebaut, aber zumindest zwischen den beiden linken Gebäuden war ein sehr schmaler Gang, durch den gerade ein Mensch hinduchgehen konnte. Die Gebäude liegen direkt am Marktplatz von Dannenberg, dem Rathaus und der Polizeiwache gegenüber.

Hier ist das am meisten betroffene Gebäude von vorne zu sehen. Im Gebäude links daneben befinden sich die Räumlichkeiten des Kaufhauses des Wendlands, das schöne kunsthandwerlich gefertigte Gegenstände und Strickware anbot. Das Kaufhaus des Wendlands konnte jetzt vorübergehend in die Räume des StartUp in Dannenberg ziehen.

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Auch das nächste Haus, ein Hotel in einem Haus aus dem 15. Jahrhundert, war stark betroffen.

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Der ganze Komplex ist natürlich inzwischen abgesperrt und nicht mehr zu betreten.

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Die Polizei Lüchow ermittelt in alle Richtungen. Ein Schild am Absperrgitter erklärt die polizeiliche Beschlagnahmung des Brandortes:

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Es tut mir für alle Beteiligten Leid: für die osteuropäischen Leiharbeiter, die in dem am stärksten betroffenen Fachwerkhaus wohnten, für die Geschäftsleute, die nun auch noch Einnahmeausfälle haben, für die Hausbesitzer und für alle Dannenberger, dass Häuser, die Jahrhunderte überdauert haben, nun ausgerechnet in unserer angeblich so abgesicherten Zeit abbrennen müssen. Und vielen Dank an die Feuerwehrleute.

Ergänzung vom 15.10.2018: Inzwischen stand in der Zeitung, dass die Brandursache ermittelt worden ist: ein fahrlässig gehandhabter Herd in einer der Wohnungen war die Brandquelle.

 

 

 

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