Vortrag in Lüchow: Höhbeck als frühmittelalterlicher Brennpunkt

Der Verein „Wendischer Arbeits- und Freundeskreis“ lädt alle Interessierten herzlich zu einem eintrittsfreien Vortrag von Dr. Jens Schneeweiß ein.

Thema:

Von Schezla nach Lenzen. Archäologische Forschungen zur slawisch-deutschen Geschichte im Frühmittelalter am Höhbeck

Zeit: 15. November 2018, 19:30 Uhr
Ort: Lüchower Amtshaus, Theodor-Körner-Str. 4, 29439 Lüchow.

Dr. Jens Schneeweiß ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa und hat an der Humboldt-Universität Berlin promoviert. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten Archäologie des slawischen Mittelalters, Bronze-/Eisenzeit Sibiriens und Siedlungs- und Landschaftsarchäologie.

Zentrum seines Vortrags ist der Höhbeck, den er als „frühmittelalterlichen Brennpunkt von europäischem Rang“ bezeichnet.

Abstract zu seinem Vortrag:

„Lüchow – Am Höhbeck muss mal richtig was los gewesen sein. Davon künden frühmittelalterliche Burgen, die sich diesseits, aber auch jenseits der Elbe geradezu ballen. Zur Zeit Karls des Großen trafen hier die Interessen der Franken, Sachsen und Slawen aufeinander, der Raum Höhbeck/Lenzen bildete einen machtpolitischen Brennpunkt von europäischem Rang. – Lange her. Dr. Jens Schneeweiß – früher Göttingen, jetzt Leipzig – macht uns diese spektakulären Verhältnisse anschaulich. Auf Einladung des Wendischen Freundes- und Arbeitskreises e.V. spricht er am Donnerstag, dem 15. November, von 19.30 Uhr an im Lüchower Amtshaus, Theodor-Körner-Straße 4. Sein Thema: „Von Schezla nach Lenzen. Archäologische Forschungen zur slawisch-deutschen Geschichte im Frühmittelalter am Höhbeck“. Mit seinen Grabungen und repräsentativen Veröffentlichungen über die Slawen an der Elbe hat der Archäologe Aufmerksamkeit nicht nur in der Fachwelt erregt. Zum inhaltlichen Ausgangspunkt seiner Ausführungen setzt er Schezla, den legendären Grenzhandelskontrollplatz der karolingischen Franken, den Schneeweiß im wendländischen Meetschow verortet. Schezla steht dabei für die Eingliederung Sachsens in das fränkische Reich und markiert zugleich die Elbe als europäische Grenze zwischen dem christlichen Westeuropa einerseits und dem, noch von Vielgötterei geprägten, wikingischen-slawischen Raum andererseits. Ein herausragendes Ereignis in diesem Zusammenhang: Die Schlacht bei Lenzen (929), wo die Sachsen den Slawen eine verheerende Niederlage zufügten. Ins Zentrum seiner Betrachtungen kann der Referent naturgemäß seine eigenen Forschungen im und am Höhbeck stellen, verweist aber auch auf die wissenschaftlichen Ergebnisse namhafter Kollegen jenseits der Elbe.“

 

 

 

 

 

 

 

 

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