Das große Volksfest im Wendland: das Buerbeerfest in Bösel

Immer am ersten Wochenende nach dem St.-Georgs-Tag findet im Dorf Bösel bei Lüchow das Buerbeerfest statt. Georg war ein Märtyrer aus der frühen Zeit des Christentums und stammte aus Kappadokien, einer Region, die heute in der Türkei liegt.

Um diesen Märtyrer ranken sich viele Geschichten. Die bekannteste ist die von „Georg, dem Drachentöter“. Um eine Königstochter, die dem Drachen versprochen worden war, zu retten, tötete Georg den Drachen. Der Drachen steht als Symbol für „das Böse“, insofern gilt der Heilige Georg als der Beschützer vor dem Bösen.

Georg, einer der 14 „Nothelfer“ der katholischen Kirche, ist Schutzheiliger für Städte, Kirchen, Organisationen oder ganze Regionen. In Bösel, dem recht großen Dorf in der Nähe von Lüchow, gibt es eine große Feldsteinkirche mit dem Namen des Heiligen: die St.-Georg-Kirche. Der 23. April gilt als Gedenktag für Georg.

In alten Zeiten pilgerten die Bauern in Bösel im Frühjahr um den St.-Georgstag herum in einer Prozession um die Felder, um zunächst die heidnischen Götter, später nach der Christianisierung den christlichen Gott um Segen für die Saat und damit für die spätere Ernte zu bitten. Irgendwann wurde es Tradition, am Wochenende nach dem 23. April, dem St.-Georgstag, das „Buerbeerfest“ zu feiern. Buerbeer ist Plattdeutsch und bedeutet „Bauernbier“. Nähere Informationen über die Tradition des Buerbeerfestes könnt ihr hier finden.

Das Buerbeerfest wird durch einen Gottesdienst in der St.-Georg-Kirche eröffnet. In diesem Jahr findet er am 22. April, das ist Ostermontag, um 14:00 Uhr statt.

Die „weltlichen“ Feierlichkeiten beginnen dann am Freitag, den 26. April ab 20:00 Uhr mit einem öffentlichen Tanzabend und der Partyband „Feeling“. Am selben Abend wird es – erstmalig bei diesem Fest – ein großes Feuerwerk geben.

Am darauffolgenden Sonnabend können sich die Kinder ab 15:00 Uhr auf einem Kinderfest vergnügen. Am Abend ab 20:00 Uhr findet dann für die Großen eine Party bis in den frühen Morgen mit der Berliner Band „Right Now“, begleitet von DJ John, statt.

Und dann am Sonntag, den 28. April:

ab 13:00 Uhr ziehen fröhlich geschmückte Festwagen durch das Dorf. Tausende Besucher werden jedes Jahr durch diesen großen Umzug angezogen und säumen die Straßen. Eine Art Karnevalsstimmung liegt in der Luft. Am Ende wird der originellste Umzugswagen durch eine Jury gekürt und das Publikum verteilt sich auf dem Festplatz mit Festzelt, Bier-, Bratwurst- und Schießbuden, Kinderkarussells und Autoscooter für die Jugend.

Hier könnt ihr einige Fotos des Festumzugs aus dem Vorjahr sehen:

Nähere Informationen könnt ihr hier auf der Homepage des Organisationskomitees finden.

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