1. Mai 2019: Kiekemarkt in Trebel

Gestern war ich auf dem „Kiekemarkt“ in Trebel.

In früheren Jahrhunderten konnten Händler auf dem Kiekemarkt zu Trebel ihre Stände sogar auf dem Kirchengelände selbst aufstellen. Heute beginnt der Kiekemarkt erst hinter der Kirche zu Trebel:

Die Feldsteinkirche zu Trebel
Der Eingang zum Kiekemarkt.

Gleich am Eingang: die schönsten Blumen im Angebot!

Der Kiekemarkt ist ein Markt, der auf alles, was mit „Garten“ zu tun hat, fokussiert ist. Nicht nur Blumen, sondern auch Dekorationen für den Garten – im Wendland hergestellt – sind zu kaufen:

Zum Beispiel Steckerfiguren aus Holz:

Oder Stecker aus Metall:

An diesem Stand werden Blumen und Gartenstecker aus Rosteisen kombiniert:

Hier werden Pflanzen mit Glaselementen dekoriert:

An diesem großen Stand gibt es Insekten zu kaufen…:

…und Rostblumen…

… Vogelhäuschen aus Rosteisen:

Hier konnte man hübsche Blumen aus Metall kaufen:

…und auch Tiere wie Hahn, Schmetterling oder Marienkäfer:

Allerdings werden außer Gartendekorationen auch andere schöne kunsthandwerklich gefertigte Waren angeboten, zum Beispiel Töpferwaren:

Es gibt auch etwas zu essen, zum Beispiel asiatische Nudelpfanne, Bratwurst und Kuchen:

Der Kuchen stammt von Eltern oder anderen Familienangehörigen der Kinder des Kinder-Wald-Gartens Gartow:

Auch die Senfgalerie aus Nemitz war vertreten:

50 Sorten Senf kann man hier auswählen.

Viele weitere Angebote lockten die Käufer an: hübscher Schmuck, Kleidung, Honig vom Imker, Produkte aus Schafwolle vom Schäfer, Patchworkdecken und -kissen, Strickware und vieles mehr. Auch Organisationen wie die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg oder der NABU waren mit Ständen vertreten.

Vor den Trebeler Bauernstuben konnte man das schöne Wetter bei Bier und Bratwurst genießen:

Auch an Kinderspaß war gedacht worden.

An diesem Stand des NABU (Naturschutzbund) sprach ich mit der Storchenbeauftragten des Landkreises, die den Stand führte. Sie muss bzw. will demnächst einen theorielastigen Lehrgang beim Vogelwart auf Helgoland machen, um eine Beringungserlaubnis zu erhalten. Nur Inhaber*innen einer Beringungserlaubnis dürfen Vögel, zu denen ja auch Störche zählen, beringen, um deren Bewegungsradius und deren Bewegungsverhalten zu verfolgen. Die Storchenbeauftragte erzählte mir viel über Weißstörche. Zum Beispiel, dass Störche sich vorwiegend dort ansiedeln, wo noch Kühe auf die Weide getrieben werden. Denn Kühe begrasen die Weide so, dass zwischendurch immer noch Grasbüschel stehenbleiben, an denen sich Kleintiere wie Frösche ansiedeln, die wiederum Nahrung für Störche darstellen. Auch Feuchtwiesen oder Hecken sind positiv, um Störche anzulocken.

Die Storchenbeauftragte des Landkreises Lüchow-Dannenberg am Stand des NABU.

Der Kiekemarkt ist aus einer alten Tradition vor einigen Jahren wiederbelebt worden und findet in Trebel jedes Jahr wieder am 1. Mai statt. Im letzten Jahr wehte ein starker Wind, der fast schon als Sturm zu bezeichnen war, aber dieses Jahr war das Wetter ruhig und – schön.

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