Freitage für die Zukunft!

Ja, auch im Wendland haben außer Schüler*innen nun auch Erwachsene an einer „fridays for future!“-Demo mit dem Ziel, die Verantwortlichen – also Politiker – oder? – zu mehr Klimaschutz anzuhalten, teilgenommen.

Für den 20. September war bundesweit zu einer solchen Demo aufgerufen worden, unter anderem vom BUND. In Lüchow nahmen laut Zeitungsbericht etwa zweitausend Menschen von jung bis alt teil. Ich habe sogar Leute, die sonst mit dem Porsche zum Brötchenholen fahren, mit dem Fahrrad zur Demo radeln sehen. In der darauffolgenden Woche fanden so allerhand Aktivitäten im Zusammenhang mit Klimaschutz statt. Zur Abschlusskundgebung der Klimaschutzwoche am 27. September kamen dann in Hitzacker ca. 600 Menschen zusammen.

Nun sind die Aktivitäten ja vorbei. Wie man bei uns an der Bushaltestelle am Dorfrand sehen kann, wird wieder zum Alltag übergegangen:

Sinnigerweise haben die Behörden den einzigen Mülleimer abmontiert:

Der Mülleimer zog nämlich magisch auch Müll an, der gar nicht reinpasste, also daneben gelegt wurde, sowie Hausmüll und Sperrmüll.

Nun wissen die Leute, die das Wartehäuschen für den Bus mit seiner Sitzbank für eine Raststätte halten, nicht mehr wohin mit ihren Fast-Food-Verpackungen. Also ab in die Natur. Ist ja one-way, wieder mitnehmen geht nicht.

Ach ja, fridays for future ist ja auch nur für Freitage gedacht. Die Woche hat ja noch sechs andere Tage.

Wäre es nicht eigentlich sinnvoller, dass mal die Mitarbeiter*innen der Entsorgungsbetriebe freitags streiken?

2 Kommentare

  1. Hallo Wendland,
    ich kann diesem Beitrag zunächst nur mit Humor begegnen:
    Jetzt weiß ich endlich, wo ich meinen Sperrmüll loswerde.
    Dabei fällt mir noch ein, dass bei uns in Rastede auch mal ein Mülleimer abgebaut wurde, weil wegen Überfüllung zu viel daneben flog. Allerdings mit dem Ergebnis, das sich dort keine Abfälle mehr befinden. Außerdem ist der Vorfall bei euch ein typischer Fall, für den sich keiner aus der Verwaltung niemand zuständig fühlt.
    Und die Müllentsorger haben das Nachsehen, weil sie in der `Rangfolge´ ganz untern stehen.
    Eine schriftliche Beschwerde an die Verwaltung wäre eine Option. Oder eben den zuständigen Redakteur der Tageszeitung bestellen, so wie ich es mal gemacht habe.
    Ansonsten noch eine schöne Zeit für dich!
    Jürgen aus Loy

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    • Hallo Jürgen, hab ich alles auch schon gleich am Anfang, als ich das Haus kaufte, gemacht. Es fand ein Treffen mit Vertretern verschiedener Behörden statt, die als Resultat erstmal die Grundstücksverantwortlichkeiten aufgeteilt haben: x Meter gehören dieser Behörde und y Meter der anderen Behörde, und dann wurden Anrufe von mir (wegen „da liegt schon wieder Müll“) so beantwortet: Da müssen Sie sich an die Behörde A wenden, dafür sind wir nicht zuständig! Und wenn ich bei der Behörde A angerufen habe, haben die gesagt, dafür wäre Behörde B zuständig – da, wo ich vorher angerufen hatte…Einerhat‘s auf den anderen geschoben-Probleme werden verschoben, anstatt sie zu lösen. Wofür Behörden ja eigentlich da wären. Und Zeitungsredakteure sagen, das Problem gibt es überall hier, nicht nur da bei Ihnen, wir haben schon oft über so etwas geschrieben. Und es gibt Leute, die machen es dann extra, wenn darüber etwas in der Zeitung steht, freuen sich dann über die Aufmerksamkeit, die ihnen auf diesem Wege zuteil wird…
      Viele Grüße!!

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