Wendland Einmaleins – Neuwendländer treffen Altwendländer

Lüchow.
Am Donnerstag, den 3. Mai ab 18:00 Uhr findet erneut ein Abend für Neubürger im Wendland statt.

Die Agentur Wendlandleben lädt – wie an jedem ersten Donnerstag im Monat – Neuwendländer und Altwendländer zu einem Kennenlernabend in das Alte Postamt in Lüchow in der Salzwedeler Straße ein, bei dem es auch ein kleines Buffet gibt.

Interessierte sind herzlich willkommen!

Es wird um eine Anmeldung bei Sigrun Kreuser, Agentur Wendlandleben, gebeten.

Meldung der Tagesschau von gestern: 36.000 Stellen in der Pflege waren 2017 unbesetzt

Und im Wendland nimmt der Anteil der älteren Menschen von über 65 Jahren stetig zu, somit auch der Bedarf an Pflegekräften. In der Altenpflege fehlten 2017 15.000 Fachkräfte und 8.500 Helfer, in der Krankenpflege 11.000 Fachkräfte und 1.500 Helfer.

10,55 € im Westen und 10,05 € im Osten sollte laut Tagesschau-Meldung vom Juli 2017 der Mindestlohn für Pflegekräfte ab 1. Januar 2018 sein. Brutto. Also bei einem Arbeitstag von acht Stunden wäre der Tagesbruttoverdienst somit (im Westen) 84,40 €, in einer Fünf-Tage-Woche würden somit 422,00 € zusammenkommen. Im Monat wären das bei vier Wochen 1.688,00 €. Jetzt noch minus Steuern und Sozialabgaben … was bleibt übrig für Miete und Lebensunterhalt?

Dazu arbeiten Pflegekräfte auch noch im Schichtdienst und auch am Wochenende.

Was bedeutet das also?

a) Sofortige Erhöhung der Entlohnung – woher das Geld nehmen? Wie war das doch mit dem Solidaritätszuschlag für die neuen Bundesländer? Hat doch auch geklappt, den einzuziehen.>Umverteilung

b) Aktive Förderung  der Wertschätzung für diesen Berufszweig durch Marketing-Maßnahmen (Werbung-Außendarstellung-Interviews-Preisvergaben-Belohnungen-Porträtierungen einzelner Mitarbeiter-Arbeitskleidungsentwürfe durch Modemacher wie bei Stewardessen etc. üblich-…)

c) Bereitstellung günstigen Wohnraums für Pflegekräfte samt ihrer Familien

d) Gründung einer Organisation, die sich speziell um diesen Berufszweig kümmert: Beratung, Betreuung, auch psychologische Unterstützung (Stichworte: Überlastung, Burn Out…), Unterstützung bei der Wohnungssuche, Kinderbetreuungsorganisation, Sprachkurse, kostenlose Weiterbildung usw.

e) Zusätzliche Anreize, ins Wendland zu kommen: Bereitstellung eines auch privat zu nutzenden Fahrzeugs – gibt’s zum Beispiel auch schon als Anreiz für Auszubildende – Gutscheine für Restaurantbesuche – reduzierte Mitgliedschaftsbeiträge in Vereinen – kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel …

 

Das Seniorenheim St. Georg in Lüchow

Lüchow.
Alt werden ist nichts für Feiglinge – so heißt ein gängiges Sprichwort, das gerne von Prominenten zitiert wird. Da müssen wir wohl alle ganz schön mutig sein, denn eins ist sicher: wohl die allermeisten von uns werden einmal alt. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels, in denen der Anteil der alten Menschen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung zunehmen wird, stellt sich dann die Frage: was ist, wenn man sich nicht mehr so gut selbst helfen kann? Schön, wenn man dann in einer Großfamilie wohnt, wo es selbstverständlich ist, dass sich die Jungen um die Alten kümmern, sie umsorgen und pflegen. So wie es früher üblich war. Aber aus verschiedenen Gründen können oder wollen sich die Jungen heute nicht mehr um die Eltern oder Großeltern kümmern. Glücklicherweise gibt es für diese Fälle die Institutionen der Altenheime oder – wie es politisch korrekter heißt: der Seniorenheime.

Eins dieser Heime in Lüchow ist das Altenheim St. Georg, das 1972 gegründet wurde. Träger des Heims ist ein eingetragener Verein, dem die evangelischen Gemeinden im Landkreis angehören. Siebzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter vierzig Pflegekräfte, kümmern sich um das Wohlergehen der etwa 84 Bewohnerinnen und Bewohner. Vorvergangene Woche war ich zu einem Besuch im Seniorenheim St. Georg und durfte einige Fotos machen.

Das Heim ist nach dem christlichen Märtyrer Georg benannt, der zu den vierzehn Nothelfern gehört, das sind heilig gesprochene Männer und Frauen aus dem zweiten bis vierten Jahrhundert. Der Sage nach tötete Georg einst einen Drachen, um eine Jungfrau zu retten, die der Drache von der Bevölkerung als Tribut forderte. Die Tötung des Drachen wird als Symbol für die Beseitigung „des Bösen“ gesehen. Daher gilt Georg auch als Schutzheiliger für viele Länder, Kirchen, Stadtteile (z.B. in Hamburg) oder eben auch Institutionen wie das Altenheim in Lüchow.

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Rechts an der St. Johannis-Kirche vorbei gelangt man zum St. Georg-Heim.

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Filme über die Arbeit des Familien Service Büro

Wendland.
Das Familien Service Büro des Landkreises hat verschiedene Filme (aus 2014 und 2015) erstellt, in denen über seine Beratungstätigkeit und seine Hilfestellungen für Familien berichtet wird.

Hier die auf youtube verlinkten Bezeichnungen der Filme:
Familien Service Büro
Familien Hebamme
Geburtshilfe
Babyschwimmen
Kinderkrippe
Tagespflege