Sommerfest in Waddeweitz

Waddeweitz, 14. und 15. Juli 2018.
Die Gemeinde Waddeweitz lud für den vergangenen Sonnabend und Sonntag zu ihrem jährlichen Sommerfest, das zum 52. Mal stattfand, ein. An mehreren Stellen im Landkreis standen diese netten Schilder:

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Ich kam am Sonnabend von meiner Freundin in Bevensen kommend durch Waddeweitz und schaute mal kurz auf dem Festplatz am Schornstein der alten Ziegelei vorbei.

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Der Schornstein als Überbleibsel der alten Ziegelei in Waddeweitz dient als Orientierungspunkt für den Festplatz.

Es war kurz vor 18:00 Uhr, also zu einer Zeit, zu der das Fest eigentlich beginnen sollte. Ein Festzelt für die Disco am Abend und für das Public Viewing am Sonntag war aufgebaut worden, und drum herum standen einige weitere Zelte und Holzbuden sowie diverse Imbisswagen. Im Zentrum des Festplatzes der Bierstand, um den herum sich schon einige Gäste versammelt hatten.

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Einblick in das Festgelände am Dorfgemeinschaftshaus.

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17:59 Uhr: Erst wenige Gäste haben sich eingefunden. Aber das änderte sich im Verlauf des Abends!

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Hier im Festzelt sitzen am Sonntagabend die Fußballinteressierten beim Public Viewing.

 

 

 

 

Die Technik für den Discoabend ist aufgebaut, die Techniker können ihren Truck wegfahren.

Da ich Hunger habe, bin ich in einem der Imbisswagen der erste Gast und bestelle eine Pizza Hawaii, die sehr gut schmeckt.

Die Eis- und Imbisswagenbesitzer treffen letzte Vorbereitungen, drehen Fladen für die nächste Pizza oder ordnen die Auslage.

Endlich kommen einige junge Leute und Familien mit Kindern. Das Wetter war einfach wieder zu schön, da waren viele wohl noch im nahen Naturbad.

Ich sehe mir noch das Dorfgemeinschaftshaus und den Spielplatz sowie den Grillplatz drumherum an.

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Das Dorfgemeinschaftshaus von Waddeweitz.

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Der Spiel- und Bolzplatz um das Dorfgemeinschaftshaus.

Um den alten Schornstein der früheren Ziegelei herum gibt es auch viel Platz und Grillmöglichkeiten:
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Am nächsten Tag, dem Sonntag, komme ich wieder um etwa die gleiche Zeit – kurz nach 18:00 Uhr – auf dem Festplatz vorbei.

Jetzt sitzen viele Menschen im Festzelt vor dem großen Fernseher und sehen sich gemeinschaftlich das Finalspiel der Fußballweltmeisterschaft Frankreich gegen Kroatien an: Public Viewing.

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Andere sitzen lieber in der Mitte des Festplatzes zusammen und trinken ein Bier:

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In einem größeren Zelt – im Unterschied zu den Organisatoren der Pokalverleihung bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland hat man hier an möglichen Regen gedacht –  gibt es leckere Torte, von den Landfrauen im Ort selbst gebacken:

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Die Inhaberin einer kleinen Gärtnerei, die ihre schönen Blumen auch regelmäßig auf dem Lüchower Wochenmarkt am Sonnabend und auf anderen Märkten wie zum Beispiel den Kürbismarkt in Platenlaase anbietet, packt ihre verbliebene Ware zusammen.

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Neben ihr ist ein kleiner Verkaufsstand mit Kirschen, Johannisbeeren und Ähnlichem.

Dann treffe ich in einem kleinen Zelt auf die Kunsthandwerkerin Karin Mönkemann aus Kiefen, das ist ein Dorfteil von Waddeweitz. Sie wickelt gerade sorgsam ihre nicht verkauften Kunstwerke in Papier ein.
Sie hat zwei Jahre lang in ihrer kleinen Werkstatt mit dem Werkstoff Beton experimentiert, ehe sie mit der Konsistenz der Betonart und mit den Ergebnissen ihrer Arbeiten zufrieden war. Endlich hat sie sich nun das erste Mal getraut, ihre Produkte auch zum Verkauf anzubieten – und ist mit dem Erfolg durchaus zufrieden.

Für die Fertigung ihrer dekorativen Figuren nutzt sie Gießformen. So entstehen Hennen, Frösche, Engel, Guglhupfe und Tortenböden aus Beton, die man nach Belieben weiter dekorieren kann. Man kann zum Beispiel Blumen oder Kerzen oder eine Metallkugel darauf setzen und hat so schöne Dinge für Haus und Garten.

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Karin Mönkemann hat auch einen Namen für ihre Werkstatt und deren Produkte: „Beton Art“ – Kunst aus Beton.

Außer Beton-Artikeln stellt Karin Mönkemann auch Gartenstecker aus gebrauchten Glasartikeln her. Zum Beispiel kombiniert sie eine Glasvase mit einem Aschenbecher aus Muranoglas, wie hier zu sehen:

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Oder diese Kombination aus ganz verschiedenen Gebrauchsartikeln:

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Das obere Gefäß soll immer oben offen sein, damit es auch als Vogelbad bzw. Vogeltränke dienen kann.

Durch den Erfolg auf dem Sommerfest in Waddeweitz ermuntert, möchte Karin Mönkemann nun auch auf weiteren Märkten ausstellen, zum Beispiel auf dem Weihnachtsmarkt in Waddeweitz.

Ich wünsche ihr viel Erfolg!

 

Der Storch von Kolborn

Kolborn, 13.7.2018.
Ein Bekannter aus dem Nachbardorf berichtete mir gestern von einem Storchennest mit drei Jungtieren in Kolborn.

Das wollte ich mir doch einmal ansehen und fuhr gestern Abend nach Kolborn. Nach einigem Suchen und Fragen fand ich ihn dann, den Weißstorch. Er stand ganz hoch oben auf der Achse eines inzwischen aus Altersgründen weitgehend abgebrochenen hölzernen Wagenrades, das auf die Spitze eines hohen Pfahls montiert war.

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Er stand auf einem Bein und so reglos, dass ich anfangs dachte, es wäre ein künstlicher Storch, aus Plastik etwa, der nur auf das Vorhandensein eines echten Storches aufmerksam machen solle.
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Aber dann – juckte es ihn am Kinn und er musste sich kurz mal kratzen:

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Danach stand er wieder genauso regungslos auf einem Bein. Guckte aber auf mich herab.

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Die Jungen habe ich leider nicht gesehen …

 

 

Sommerferien im Wendland – Tipps für Familien mit Kindern

Die Sommerferien stehen bevor!

Hier habe ich ein paar Tipps für Eltern und Großeltern, wohin sie mit ihren Kindern und Enkelkindern im Wendland gehen könnten und welche Ferienangebote es von welchen Organisationen gibt:

Feuerwehr-Museum Neu-Tramm

Neu-Tramm ist ein Ortsteil von Dannenberg, ein Dorf an der B 248 von Dannenberg aus gesehen Richtung Jameln.

In dem Dorf befindet sich ein Feuerwehr-Museum, das historische Feuerwehrfahrzeuge und -ausrüstung sowie Uniformen zeigt.

Aktuell arbeiten die Floriangruppen der Kreisfeuerwehr Lüchow-Dannenberg – das sind die Kinder-Feuerwehr-Gruppen – daran, das Museum etwas aufzupeppen und interessanter zu gestalten. Mit Hilfe eines Medienpädagogen und der Fortbildungsorganisation „multimediamobil Nordost-Niedersachsen“ sollen die Kinder der Floriangruppen 21 Exponate der Ausstellung mit medialer Technik erlebnisreicher erscheinen lassen, wobei gleichzeitig ihre Medienkompetenz gefördert wird. Derzeit wird das Projekt durch eine Crowdfunding-Kampagne unterstützt, auf der für die technische Ausstattung Fördergelder gesammelt werden.

Öffnungszeiten:
14. April bis Ende Oktober
Mi. – Fr. 14:00 bis 17:00 Uhr, Sa. und So./Feiertag 10:00 bis 17:00 Uhr

Das Naturum in der Göhrde

Das Naturum im Ort Göhrde an der B 216 hat seinen Namen erst seit 2010, vorher hieß es seit 1985 einfach „Waldmuseum“. Das Naturum befindet sich in einem Teil des ehemaligen Jagdschlosses vom hannoverschen König Ernst August, im sogenannten „Celler Stall“, den die Gemeinde Göhrde 1980 erworben hatte und zum Museum umbauen ließ. Das Museum beinhaltet eine Ausstellung zur Wald- und Jagdgeschichte der Göhrde, des mit der Gemeinde gleichnamigen Waldgebietes im Wendland. Die Göhrde ist der größte zusammenhängende Mischwald in Niedersachsen.

Das Museum wurde nach und nach themenmäßig erweitert und beinhaltet heute unter anderem einen Seminarraum, in dem Schulungen stattfinden können, ein Wildtierkino, in dem Tierpräparate unter Einsatz modernster Licht- und Tontechnik Geschichten erzählen, während die Besucher in Kinosesseln sitzen und viel über die Göhrde erfahren können, und einen Naturlehrpfad rund um das Museum sowie ein Waldlabyrinth.

Eine Vielzahl von Veranstaltungen rundet das Museumsangebot ab. So werden sternenkundliche Führungen angeboten oder eben in den Ferien spezielle kindgerechte Veranstaltungen wie ein Waldtheater oder Waldführungen mit einem Förster.

Am 7. Juli findet zum Beispiel „Der Waldsamstag im Juli – Ein Wald sagt mehr als tausend Worte“ statt. Beginn 13:30 Uhr, Ende 16:00 Uhr. Erwachsene zahlen 6.–€ p.P., Kinder sind frei. Ein Förster erklärt die Waldentwicklung eines Bestands. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Am Montag, den 9. Juli heißt es von 9:00 bis 12:00 Uhr „Ferienspaß im Naturum: Auf Wellen und Schwingungen durch den Wald“, Physik zum Hören und Fühlen für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Kinder zahlen 4.– € p.P., eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Am Mittwoch, den 11. Juli findet von 14:30 bis 17:30 Uhr für Kinder von 6 bis 12 Jahren ein Theater im Wald statt, für das gemeinsam Masken für tierische Rollen im Theaterstück gebastelt werden. Kinder zahlen 6.– € p.P., es ist eine Anmeldung unter 0162-152 16 84 erforderlich.

Diese Veranstaltungen sind nur Beispiele, es gibt noch weitere Ferienangebote. Seht am besten selbst auf der Website des Naturum nach.

Sofafloß in Hitzacker

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Eine Fahrt mit dem Sofafloß auf der Elbe bei Hitzacker. (Foto: Stefan Albrecht)

Das Sofafloß auf der Elbe bei Hitzacker ist dem Museum Hitzacker zugeordnet.

Ausgebildete Floßfahrer lenken ein Floß mit einem „Sofa“ darauf über die Elbe bei Hitzacker und geben allerlei naturkundliche und historische Kenntnisse über das Gebiet zum Besten.  Dabei werden Tiere und Pflanzen beobachtet, und die Floßführer erzählen etwas über die Hochwasserzeiten und die Überschwemmungen in Hitzacker. Auch die Zeit der Teilung Deutschlands wird angesprochen und berichtet, wie es war, als man nicht die Elbe überqueren durfte und Patrouillenboote der DDR am gegenüberliegenden Elbufer entlangfuhren.

Ergänzt wird eine Fahrt mit dem Sofafloß durch kulinarische Genüsse, je nach Angebot bzw. Absprache, zum Beispiel ein Frühstück mit Brötchen oder am Abend eine Fischplatte.

Nähere Informationen unter 0588-28838 oder auf der Website des Museums.

Archäologisches Zentrum Hitzacker

Das Archäologische Zentrum Hitzacker ist ein Freilichtmuseum mit einem nachgebauten Dorf aus der Bronzezeit. Familien mit Kindern können hier innerhalb und außerhalb der Ferien an vielen Aktionen teilnehmen.

Das Museum ist von April bis Oktober täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Am Dienstag, den 3. Juli können Kinder ab 8 Jahren zum Beispiel lernen, Schilfmatten zu flechten. Am Donnerstag, den 12. Juli steht das Material „Weide“ im Zentrum. Kinder lernen einen Flechtzaun daraus zu flechten oder einen Traumfänger zum Mitnehmen.
An jedem Mittwoch vom 1. Juli bis 15. August geht es mit einer „Entdeckertour“ durch das bronzezeitliche Dorf.

Das sind nur Beispiele, es gibt noch viel mehr Veranstaltungen. Seht selbst nach.

Es gibt auch museumspädagogische Angebote für Schulen und Gruppen.

Naturerlebnisse in Gartow

Gartow hat einen großen See, an dem man am Strand spielen oder in dem man schwimmen kann. Man kann auch ein Boot mieten – zum Beispiel hier – und auf den See hinausfahren.

Der Segelclub Gartow bietet im Sommer in der Regel Schnupperkurse für Kinder und Jugendliche an. Nähere Informationen hier erfragen.

In Gartow gibt es aber auch ein großes Wildgatter, in dem Kinder Wildtiere wie Rehe, Hirsche oder Wildschweine betrachten können.

Familienwochende im Rundlingsmuseum Lübeln

Lübeln ist ein typisches wendländisches Rundlingsdorf und beinhaltet auch das Rundlingsmuseum, in dem nicht nur Ausstellungen gezeigt werden, sondern auch diverse Veranstaltungen stattfinden.

Am letzten Wochenende eines Monats bietet das Rundlingsmuseum sogenannte Familienwochenenden an.

Innerhalb der jetzt beginnenden Sommerferien liegt ein solches Familienwochenende am 28. und 29. Juli. Am 28. Juli ist der „Arche-Infotag“ und der 29. Juli der „Imker- und Honig-Tag“. Außer Informationen zu beiden Themen werden auch Aktionen wie Kutschfahrten oder Ponyreiten angeboten.

Das Biosphärium

Das Biosphärium ist das Informationszentrum des Biosphärenreservats Niedersächsische Elbtalaue in Bleckede. Bleckede gehört genau genommen nicht mehr zum Wendland, sondern zum Landkreis Lüneburg, aber die Elbtalaue ist auch ein Teil vom Wendland, und deshalb nehme ich das Biosphärium hier einmal mit auf.

Das Biosphärium beinhaltet eine Ausstellung, eine Biberanlage und eine Aquarienlandschaft und ist schon von daher sehenswert und erlebnisreich für Kinder und Erwachsene.

Ab dem 23. Juni können Familien mit Kindern auf Entdeckungstour gehen und mit Becherlupe und Insektennetz auf Insektensuche gehen. Titel: „Klein, aber oho – Insekten und Co.“. Es kann auch eine Nisthilfe für Insekten gebaut werden.
Am Freitag, den 3. August ab 18:00 Uhr bis etwa 20:30 Uhr steht das Imkern im Fokus der Entdeckertouren für Familien mit Kindern ab 10 Jahren. Der Teilnahmepreis beträgt jeweils für Erwachsene 9.– € und für Kinder 7.– €.

Für die Sommerferien bietet das Biosphärium jedoch noch drei besondere Veranstaltungen für Kinder von 6 bis 12 Jahren an:

Das Sommerferienprogramm findet an allen drei Terminen in der Zeit von 9:00 bis 12:30 Uhr statt, es wird je ein Kostenbeitrag von 9,50 € p.P. erhoben.
Anmeldung nötig unter 0 58 52 – 95 14 14. Näheres hier.

Am 4. Juli wird unter dem Thema „Wasserforscher“ das Element Wasser mit unseren Sinnen untersucht, es werden Wasserspiele gespielt und Experimente angestellt.

Am 12. Juli heißt es „Indianerspuren“ nachzugehen und mehr über die Welt der Indianer zu erfahren.

Der Weißstorch dient am 3. August dazu, ferne Kulturen kennenzulernen. Auf seiner weiten Reise in südliche Länder und zurück überquert er viele Länder, und mit dem „Storchenkoffer“ sollen diese Länder spielerisch erkundet werden.

Eine Fahrt mit der Bleckeder Kleinbahn

An drei Tagen innerhalb der Sommerferien kann man auch mit einer historischen Kleinbahn nach Blecke gelangen und dabei sogar noch sein Fahrrad kostenfrei mitnehmen, um die Zugfahrt mit einer Fahrradtour – zum Beispiel hinein ins angrenzende Wendland! – fortzusetzen.

Am 1. Juli, am 15. Juli und am 5. August fährt die Bleckeder Kleinbahn von Lüneburg aus über verschiedene kleine Stationen, an denen man zu- oder aussteigen kann, bis nach Bleckede und wieder zurück. Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg stellt unter dem Namen „Heide-Express“ die Museumseisenbahn, die nicht nur auf der Strecke Lüneburg – Bleckede fährt, sondern auch auf anderen Strecken, für Ausflugsfahrten zur Verfügung. Reservierungen sind möglich, aber nicht nötig. Hier kann der Fahrplan für die drei Termine mit den Stationen eingesehen werden.

Für Kinder wäre eine solche Zuckelfahrt sicherlich mal etwas ganz Besonderes!

 

 

Schützenfest in Lüchow

Lüchow, 10. Juni 2018.
Heute an diesem Sonntag endete das diesjährige Schützenfest in Lüchow.

Immer zwei Wochen nach Pfingsten wird in Lüchow gut eine Woche lang das Schützenfest gefeiert. Die Straßen werden mit Girlanden mit dreieckigen Wimpeln in den Lüchower Stadtfarben blau und rot überspannt.

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Zu Ehren des Schützenfestes wird die ganze Stadt geschmückt – Blumen und Fahnen.

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Auch auf dem Marktplatz vor dem Ratskeller sind die Fahnen aufgezogen. In diesem Gebäude befand sich früher das Rathaus von Lüchow.

 

Traditionsbewusste Anwohner oder Geschäftsleute stellen in wassergefüllten Eimern kleine Birkenstämme vor das Haus. Schon das „Birkenholen“ gehört mit zur Feier des Schützenfestes…

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Auf dem Schützenplatz wird zur Vergnügung der Bevölkerung ein Rummelplatz mit Buden und Karussells aufgebaut.
Richtig große Karussels gibt es hier:

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Einblick in den Rummelplatz am Nachmittag …

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… und am Abend.

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„Schützenfest“ – ich erinnere mich an meine Kindheit – war verbunden mit Spaß und einem Besuch auf dem Rummelplatz. Die Bewohner Lüchows stellten sich an den Straßenrändern auf, um dem Aufmarsch der Schützen zuzusehen.

Schützenfest ist aber eigentlich ein ernstes gesellschaftliches Ereignis für die ganze Stadt. In Lüchow gibt es keinen „Schützenverein“, sondern eine „Schützengilde“. Die Verbindung mit der Bezeichnung „Gilde“ weist auf einen Ursprung im Handwerk hin. Denn Handwerker hatten sich im Mittelalter zu „Gilden“ mit verschiedenen beruflichen Richtungen zusammengeschlossen, in denen bestimmte Regeln und Beitrittsbedingungen galten. Weiterlesen

Regiobranding Griese Gegend – Elbe-Wendland: Suche nach einer Symbolfigur

Dannenberg, 4.6.2018.
Am 4. Juni 2018 wurde das Projekt „Regiobranding Griese Gegend – Elbe-Wendland“ durch einen Workshop mit dem Titel „Auf der Suche nach einer Symbolfigur für die Region Griese Gegend-Elbe-Wendland“ – diesmal im Alten Rathaus Dannenberg – fortgesetzt. Der angekündigte zweite Workshop „Storytelling“ ist leider ausgefallen.

Der genaue Arbeitstitel des Projekts ist „Aufgetan – Fragen und Antworten zur Landschaft Griese Gegend – Elbe-Wendland“ .

In diesem Projekt geht es um die Suche nach regionaler Identität unter den Fragestellungen „Was ist ‚Heimat‘?“ und „Was prägt uns, unsere Landschaft und Geschichte?“.

Leider hatten nur neun Personen Zeit zu diesem Termin und diesem Ort gefunden – obwohl beide Regionen bekanntermaßen doch so viele Rentner und Rentnerinnen haben. Aber wie heißt es doch immer: ein Rentner hat nie Zeit … Sechs Personen kamen aus dem Wendland (darunter waren allein drei Vertreter der Landkreisverwaltung – also nur drei „Freiwillige“). Aus der „Griesen Gegend“ waren nur drei Teilnehmende gekommen.

Außerdem war das Team des Projekts mit Corinna Hesse und Antje Hinz vom Silberfuchs-Verlag, der die Ergebnisse des Projekts in eine interaktive Website einfließen lassen wird, sowie mit Jonas Möhring und mit Andreas Dihm vertreten. Auch der Projektkoordinator vom Landkreis Ludwigslust-Parchim, zu dem die „Griese Gegend“ gehört, Philipp Uckert, nahm teil. Weil mich das Projekt interessiert, war auch ich dabei.

Zur Einführung des Workshops fasst Corinna Hesse noch einmal kurz die Ergebnisse des Workshops vom 8. März 2018 zusammen und Weiterlesen

Der Kiekemarkt am 1. Mai in Trebel

Trebel, 2. Mai 2018.
In Trebel, einem Dorf mit etwa 1.000 Einwohnern,  findet zweimal im Jahr ein Markt rund um die Kirche zu Trebel statt: am 1. Mai der „Kiekemarkt“ und im Herbst der „Griepemarkt“.
Diese Märkte sind Nachfahren traditionell seit alter Zeit abgehaltener Märkte, die hauptsächlich dem Zweck dienten, Vieh, landwirtschaftliche Produkte und alltägliche Gebrauchsgegenstände zu handeln. Um Kunden anzulocken, wurden auch in früherer Zeit schon Volksbelustigungen dargeboten.

Nachdem ca. vierzig Jahre lang seit etwa 1960 kein Markt mehr in Trebel mangels Nachfrage stattgefunden hatte, wurde im September 2008 auf maßgebliche Initiative eines Trebelers wieder der traditionelle Trebeler Markt abgehalten und aufgrund des guten Zuspruchs auf Händler- und Konsumentenseite seitdem jährlich aufrechterhalten (Quelle: Puffahrt, Otto: Der historische Markt in Trebel).

Ich war gestern am 1. Mai auf dem „Kiekemarkt“ und konnte vieles „erkieken“. Der Fokus beim Kiekemarkt liegt auf kunsthandwerklichen Erzeugnissen aus dem Wendland oder aus an die Region grenzenden Gebieten und auf Gartenthemen, wozu hauptsächlich Pflanzen jeder Art, aber auch Gartendekorationen gehören. Auch für Gaumenansprüche und Spaßbedürfnisse ist gesorgt.

Wie üblich bei Festen im Wendland, war auch hier wieder die örtliche, freiwillige Feuerwehr aktiv und regelte die Einweisung in den Parkplatz. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Marktplatz an der Kirche begegnete man diesem „Feuerwehrmann“:

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Leider hielt er den Kasten in den Händen so schief, dass nur Genauhingucker erkannten, dass es sich um einen Spendensammelkasten mit einer Aufschrift mit der Bitte um eine Spende handelte.

Die Stände des Kiekemarkts waren auf zwei Plätze im Dorf Trebel verteilt. Weiterlesen

Wendland Einmaleins – Neuwendländer treffen Altwendländer

Lüchow.
Am Donnerstag, den 3. Mai ab 18:00 Uhr findet erneut ein Abend für Neubürger im Wendland statt.

Die Agentur Wendlandleben lädt – wie an jedem ersten Donnerstag im Monat – Neuwendländer und Altwendländer zu einem Kennenlernabend in das Alte Postamt in Lüchow in der Salzwedeler Straße ein, bei dem es auch ein kleines Buffet gibt.

Interessierte sind herzlich willkommen!

Es wird um eine Anmeldung bei Sigrun Kreuser, Agentur Wendlandleben, gebeten.

Spargelsonntag in Lüchow – gibt’s den eigentlich noch?

Lüchow.
Wenn ich ins Wendland komme, sehe ich viele Spargelfelder, die teilweise noch mit Folie abgedeckt sind. Dabei fiel mir ein, dass es früher doch im Mai immer den „Spargelsonntag“ in Lüchow gab, ein Fest rund um den Spargel, das Edelgemüse.

Ich habe daraufhin im Internet bei Google recherchiert, um herauszufinden, wann in diesem Jahr der Spargelsonntag stattfindet. Die Spargelsaison hat ja schon begonnen, und dann müsste doch eigentlich auch bald der „Spargelsonntag“ stattfinden. Ich gab die Stichwörter „Spargelsonntag Lüchow“ ein und erhoffte eine rasche Antwort. Tja. Mr Google weiß eben auch nicht alles.

Zuoberst erschien die Seite „Volksfeste in Deutschland“, wo der Spargelsonntag tatsächlich erwähnt wird, aber mit dem Vermerk, dass „der nächste Termin noch nicht bekannt“ sei, und man, falls man aus der Gegend komme und den Termin kenne, ihn doch bitte mitteilen möge.
An zweiter Stelle wurde eine Fotogalerie über den Spargelsonntag im Jahr 2014 angeboten.

Dann erschien der Link zur Seite der IHG, der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe, wo unter dem Button „Veranstaltungen“ drei Veranstaltungen im Jahr 2018 angeboten werden. Der Spargelsonntag ist nicht darunter.

Dann als nächstes erschien eine Facebook-Seite, wo ein Bild vom Spargelsonntag 2014 abgebildet ist.

Die Seite Elbtalaue-Wendland bot als „nächsten Termin“ für den Spargelsonntag den 26.5.2013 an.

Dann kam ich auf die Seite vom Presse-Archiv des Landkreises Lüchow-Dannenberg, wo der Start der „City-Offensive Lüchow“ am 11. Mai 2012 angezeigt wird. Jedoch kein Wort über den „Spargelsonntag“.

Endlich: die Überschrift „Lüchow lädt zum Spargelsonntag“ des Info-Portals „wendland-net“! Allerdings stammen Foto und Artikel aus dem Mai 2012.

Ich schließe also daraus: den „Spargelsonntag“ in Lüchow gibt es nicht mehr. Schade.

Ein Volksfest mit jahrhundertealter Tradition: das Buerbeerfest in Bösel – jetzt vom 27. bis 29. April

Bösel.
Bösel, das Dorf in der Nähe von Lüchow mit 450 Einwohnern, feiert jedes Jahr im April das Buerbeerfest. Es wird regelmäßig am Wochenende nach dem Namenstag des heiligen Georg, dem St.-Georgs-Tag am 23. April, gefeiert, in diesem Jahr somit vom 27. bis 29. April. Der heilige Georg ist in Sagen als Drachentöter bekannt, wobei der Drache wohl als Symbol für alles „Böse“ herhalten musste. Die Feldsteinkirche im Zentrum von Bösel ist denn auch nach dem Heiligen als „St.-Georg-Kirche“ benannt.
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