Energieeffizient bauen – mit staatlicher Unterstützung

Die Energiewende ist voll im Gange, und bald – in vier Jahren – werden die Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet.

Im neuesten Newsletter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie fand ich interessante Ratschläge, gerade was Finanzierung betrifft, für energieeeffizientes Bauen und gebe den Link zu den Tipps hiermit weiter.

Der St.-Annen-Kirchhof in Lüchow

Lüchow.
Am Rand von Lüchow, gegenüber des alten Postamts, gibt es einen kleinen Park. Spaziergänger führen ihre Hunde oft dort hindurch, oder er wird als Abkürzung genutzt.

Dabei ist es eine Kriegsgräberstätte. Die Stadt Lüchow hat eine Infotafel aufgestellt, der man entnehmen kann, dass dieser kleine Park in der Zeit von 1811 bis 1893 als Kriegsgräberstätte diente. Ein Schild am Parkeingang erinnert daran.

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Auf einem großen Feldstein liest man kaum noch erkennbar den Satz: (Wahrscheinlich: Die) „Kriegsgefangenen mahnen: Vergesst uns nicht“. Darunter ist in einem zweiten Feldstein etwas besser erkennbar eingemeißelt: „Gebt sie frei.“

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Einige Meter weiter in den Park hinein stößt man dann auf ein Mahnmal für die Kriegsgefallenen aus dem 2. Weltkrieg 1939 bis 1945.

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Eine kleine Treppe führt hinauf. Wenn man sie begeht und hinter das Mahnmal tritt, überblickt man eine Hufeisenform, an deren Rand sich flach in die Erde eingelegte Grabsteine mit Namen und Daten von gefallenen Lüchower Bürgern finden.

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Der Park wird gärtnerisch gepflegt. An vielen Stellen sind schon erste Frühlingsblumen wie Krokusse zu entdecken. Es gibt auch noch weitere vereinzelte, verwitterte Grabsteine zu entdecken Es soll hier auf dem St.-Annen-Kirchhof Erbgräber bedeutender Lüchower Bürgerfamilien geben, wie man der Infotafel der Stadt Lüchow entnehmen kann.

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Blick in das Parkgelände. Bald wird es hier blühen, im Rasen sind viele Frühlingsblumen.

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Eine knorrige alte Eiche.

Ich kann mich daran erinnern, dass ich das Mahnmal einmal als Kind mit meinem Großvater besucht habe. Das Mahnmal ist nämlich 1954 eingeweiht worden, und in meiner Kindheit war es eben noch präsent für die Bewohner Lüchows und der Umgebung. Es hatte noch eine Bedeutung.

 

 

 

Einblicke in die Hofstelle der SoLaWi Volzendorf

Volzendorf.
Vergangenen Sonnabend bot die SoLaWi (Solidarische Landwirtschaft)-Gruppe in Volzendorf einen Schautag an.

Um 13:00 Uhr konnten Interessierte eine Führung auf der Hofstelle der Kommune mitmachen. Vom Acker am Rand des Dorfes, den Zugpferde der IG Zugpferd Sachsen-Anhalt gepflügt und geeggt hatten (siehe auch Artikel über das Schaupflügen), gingen ungefähr 25 Gäste mit und ließen sich das Prinzip der SoLaWi erklären und das Arbeitsumfeld zeigen.

Die Kommune besteht aus 12 Erwachsenen, von denen sechs als Gärtner und Gärtnerinnen Gemüse wie verschiedene Kohlsorten, Kartoffeln, Mohrrüben, Erbsen, Bohnen usw. anbauen. Bei der Hofstelle, die von der Kommune bewohnt wird, handelt es sich um einen alten Bauernhof mit Hauptgebäuden und diversen Nebengebäuden.

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Die Hofstelle der SoLaWi Volzendorf.

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Interessiert hört die Besuchergruppe den Erläuterungen zu.

Einige der Bewohner-Innen wohnen in diversen Bauwagen auf dem Hof. Weiterlesen

Die Kapelle St. Petri in Volzendorf

Volzendorf.
Je mehr ich mich im Landkreis bewege, desto mehr Kirchen und Kapellen begegnen mir. Und sie sind sich alle irgendwie ähnlich: nämlich aus Feldsteinen gebaut und in späterer Zeit mit Ziegelsteinen weiter ausgebaut, auch oft mit neugotischen Elementen.

So auch die kleine St.-Petri-Kapelle in Volzendorf, die im 14. Jahrhundert als Eingang zum damaligen Rundlingsdorf errichtet wurde. Im 19. Jahrhundert gab es in Volzendorf einen Großbrand, nach dem das Dorf nicht wieder in Form des Rundlings aufgebaut wurde. So steht die Kapelle heute mitten im Dorf.

Schaut euch einfach ein paar Fotos an:

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Die St.-Georg-Kirche in Bösel

Bösel, 21. März 2018.
Vergangenen Sonntag war ich in Bösel. Bösel ist ein ziemlich großes Dorf in der Nähe von Lüchow mit vielen alten Fachwerk-Bauernhäusern im Dorfkern, aber auch vielen Neubauten in der nach allen Seiten hin ausufernden Peripherie. In der Dorfmitte steht die jahrhundertealte St.-Georg-Kirche. Sie ist zu einem großen Teil aus Feldsteinen erbaut worden. An einem Pfeiler am Eingang zum Kirchplatz ist ein eiserner Halsring mit einer Kette befestigt.

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Halseisen aus dem Mittelalter (Replik) an der St.-Georg-Kirche Bösel

Als ich ein Kind war, ist mein Großvater einmal mit mir mit dem Fahrrad nach Bösel gefahren und hat mir diesen Halsring mit Kette gezeigt und erklärt. In Zeiten des Dreißigjährigen Krieges bis ins 19. Jahrhundert hinein wurden Menschen, die sich nach Meinung der Obrigkeit nicht richtig benommen hatten, vor dem Gottesdienst dort angekettet und quasi den Kirchgängern und den Dorfbewohnern zur Schau gestellt. Es war also ein Pranger. Die Leute durften diese arme Person beschimpfen und verspotten, aber nicht schlagen oder sonstwie misshandeln. Es war also so etwas wie der Vorgänger vom Internet.

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Informationsschild neben dem Halseisen an der St.-Georg-Kirche Bösel

Der Halsring mit Kette – eigentlich als „Halseisen“ oder „Schandeisen“ bezeichnet –  hängt also dort am Pfeiler zum Eingang des Kirchhofs immer noch, ist aber leider nicht mehr das Original, das ich als Kind noch ansehen durfte. Das Original wurde nämlich 2007 gestohlen. Jetzt hängt eine Replik dort.

Wie schade. Jahrhundertelang respektierten alle Leute dieses Detail aus einer alten Zeit, und dann stiehlt es ein habgieriger Mensch, der es für sich alleine haben will. Vielleicht ist der Halsring auf irgendeinem Flohmarkt für fünf Euro verkauft worden und hängt jetzt bei irgendeinem Liebhaber antiker Dinge an der Wand, der nichts von der Herkunft weiß. Oder diese Metalldiebe, die alles klauen, was irgendwie aus Metall ist, haben das Halseisen abmontiert und beim nächsten Schrotthändler zu etwas Kleingeld gemacht.

Im Folgenden zeige ich noch einige Bilder von der St.-Georg-Kirche.

Vor dem Eingang zur Kirche liegen drei sehr alte Grabplatten. Zwei davon sind so stark verwittert, dass man auf ihnen keine Schriftzüge mehr erkennen kann. Nur auf der dritten sind noch einige erhabene Schriftzeichen wahrzunehmen.

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Stark verwitterter Grabstein vor dem Eingang zur St.-Georg-Kirche Bösel

Neben der Kirche stehen Steintafeln zur Erinnerung an die Gefallenen und Vermissten der Weltkriege.

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Um die Kirche herum ist der Platz zu einem großen Teil mit Moos bedeckt, der andere Teil mit Gras. Zwischen Grashalmen und Moos schauen ganz viele Blumenspitzen hervor, die sich aber noch nicht trauen, ihre Blüten zu öffnen. Wahrscheinlich sind es Narzissen und Krokusse, und in wenigen Wochen wird man hier sicherlich ein buntes Blütenmeer sehen können.

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Das hier sieht nach Krokussen aus

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Die Spitzen, die hier aus dem Moss herausschauen, werden wohl Narzissen werden

Ein Detail am Abfluss der Regenrinne: ein Bett aus Feldsteinen. Das werde ich nachmachen!

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Im Folgenden noch einige Ansichten der Kirche:

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Feldsteinkirche mit späteren gotischen Elementen.

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Der Eingang zur Kirche. Vor dem Eingang liegen drei verwitterte Grabplatten

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Die Kirche ist ungefähr 600 Jahre alt und fast ganz aus Feldsteinen gebaut.

Bei der Weiterfahrt bin ich in Bösel noch an diesem architektonisch wunderschönen alten Haus vorbeigekommen:

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Gibt es eigentlich niemanden in Bösel, der mal die Wikipedia-Seite vom Dorf ein bisschen ergänzen kann? Für ein so großes Dorf steht da wenig drin. Was ist mit dem Hinweis auf das Buerbeer-Fest??

 

 

Der am dünnsten besiedelte Landkreis …

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Das Hannoversche Wendland – ein Bildband aus dem Jahr 1971, hrsg. vom Landkreis Lüchow-Dannenberg

Heute habe ich beim Aufräumen einen Bildband wiedergefunden, den ich 1972 zum Abitur geschenkt bekommen habe: „Das Hannoversche Wendland – Beiträge zur Beschreibung des Landkreises Lüchow-Dannenberg“, Lüchow 1971, herausgegeben vom Landkreis unter der Gesamtleitung von Oberkreisdirektor Wilhelm Paasche.

Gleich auf der ersten Seite lese ich: „Nach der Fläche zählt der Landkreis Lüchow-Dannenberg, … , zu den größten des Bundesgebietes (Anm.: war noch vor der Wende…). Die Bevölkerungszahl ist mit z.Z. 50 500 Einwohnern dagegen gering, da der Kreis mit 42 Einwohnern je qkm der am dünnsten besiedelte Landkreis des Bundesgebietes ist.“

Das kam mir doch sehr bekannt vor. Auf Wikipedia lese ich: „Der Landkreis Lüchow-Dannenberg ist der östlichste Landkreis Niedersachsens und mit etwa 50.000 Einwohnern der nach Einwohnerzahl kleinste Deutschlands sowie der am dünnsten besiedelte Landkreis der alten Bundesländer.“ Und: “ … der Landkreis (wies) im Jahr 1972 die niedrigste Bevölkerungszahl aller Kreise Westdeutschlands auf (heute hat er die niedrigste Bevölkerungszahl aller Kreise Deutschlands).“ Letzte Bearbeitung der Wikipedia-Seite vom 26.11.2017.

Im oben genannten Bildband wird der damalige geringe Einwohnerbestand so erklärt: „Diese dünne Besiedelung ist einmal die Folge der Tatsache, daß sich die das Kreisgebiet erschließenden Mittelzentren an der Peripherie außerhalb des Kreisgebietes entwickelt hatten. Die jetzt in der DDR liegenden Städte Salzwedel und Wittenberge hielten früher Arbeitsplätze und Versorgungseinrichtungen für unser Gebiet vor. Zum anderen ist die Bevölkerungsverminderung durch eine Abwanderung eingetreten, wie sie in der Bundesrepublik auf der Kreisstufe einmalig ist.“

Und auf Seite 10 heißt es dann: „Der Kreis Lüchow-Dannenberg steht wirtschaftlich am Scheidewege. Entweder es gelingt, die Abwanderung der Jugend zu stoppen und eine allmähliche Verstärkung der Bevölkerung einzuleiten, oder die Bevölkerung reicht bald nicht mehr aus, um die notwendigsten Dienstleistungsberufe, die der moderne Mensch erwartet, hier ernähren zu können. Als Folge müsste eine verstärkte Abwanderung befürchtet werden. Die für diesen Kreis Verantwortlichen sind heute optimistisch. Die Infrastruktur, d.h. die Ausstattung des Kreises mit öffentlichen und privaten Einrichtungen, ist mit Hilfe von Bund und Land auf einen Stand gebracht, daß das Leben in diesem Kreise durchaus lebenswert erscheint, insbesondere verglichen mit den wachsenden Beschwerlichkeiten in den Ballungszentren. Die Bemühungen um die Schaffung von Voraussetzungen für den Fremdenverkehr werden diesen Standard weiter verbessern.
In den letzten Jahren ist ein ständig zunehmender Zuzug von Großstädtern – vor allem aus Hamburg und Berlin – zu beobachten, die sich in den Erholungsgebieten unseres Kreises eine Zweitwohnung oder einen Alterssitz errichten. Es ist vorauszusehen, daß sich der Zug ‚zurück aufs Land‘ in der Zukunft noch wesentlich verstärken wird. Der Kreis Lüchow-Dannenberg bietet dafür besonders günstige Voraussetzungen. Er begrüßt diese Verstärkung seiner Bevölkerung auch und wird alles tun, um den Zuziehenden hier günstige Lebensbedingungen zu schaffen.“

Ja, fast fünfzig Jahre liegen zwischen dem Text aus 1971 und heute, aber der Text könnte auch heute geschrieben worden sein. Die gleichen Wünsche, Hoffnungen und Probleme … ich fand es interessant, diese Zeilen aus dem Bildband mit den heutigen Gegebenheiten vergleichen zu können.

 

Bioabfall rein – Eier raus

Die Stadt Colmar im Elsass in Frankreich hat eine gute Idee zur Lösung des immer größer werdenden Müllproblems umgesetzt:

Sie verschenkt nämlich seit 2015 paarweise – weibliche – Hühner, damit ein Huhn alleine nicht so einsam ist. Damit soll eine Reduzierung des Bioabfalls erreicht werden, die Stadt muss weniger Bioabfall verbrennen und spart somit Steuergelder. Und der Vorteil für die Huhnbesitzer ist, dass sie eben statt des Biomülls nunmehr frische Eier zur Verfügung haben.

Die Hennen sollen bei den beschenkten Bürgern den dort angefallenen Biomüll – genauer gesagt: den Teil Küchenabfälle – fressen. Inzwischen wurden schon mehr als 1.000 Hühner adoptiert. Der Biomüll wie  Essensreste, altes Brot oder Eierschalen wird den Hühnern als Fressen vorgesetzt. Denn Hühner sind ebenso wie Schweine Allesfresser. Rohe Kartoffelschalen fressen die Hühner aber nicht, Schokolade sollte man ihnen auch nicht anbieten, und rohes Fleisch auch nicht. Rund 100 Tonnen Biomüll sollen die 1.000 Hennen wohl inzwischen gefressen haben – eine große Menge, die von den Abfallbetrieben eben weniger zu entsorgen ist.

Wer Hühner zu sich nimmt, muss für zwei Jahre garantieren, sie nicht selbst zu verzehren. Dafür gibt es auch unangekündigte Kontrollen von der Gemeinde. Nach dieser Zeit aber gehören die Hühner den Besitzern ohne Kontrollen. Wer Hühner adoptieren will, muss ein Adoptionszertifikat unterschreiben, in dem die neuen Besitzer sich verpflichten, gut für die Tiere zu sorgen.

Der Deutsche Tierschutzbund meint, dass eine Ernährung für Hühner ausschließlich von Abfällen nicht gut für die Tiere sei und empfiehlt daher zusätzliches Hühnerfutter.

Diese Information habe ich im Weser-Kurier vom 6. März 2018 gefunden.

Warum ich diesen Beitrag hier im Wendland Blog veröffentliche? Na, wär doch auch für hier eine gute Idee. Platz ist ja wohl bei den meisten da. Man könnte die Idee auch auf Schafe erweitern. Schafhalter verleihen ihre Schafe, die dafür die Grasflächen abfressen. Wäre auch eine Vernettung des Landschaftsbildes – lauter Schafe auf den Grünflächen, da freuen sich mindestens die Touristen. Kühe auf den Weiden kann man ja schon gar nicht mehr sehen- ein Tourismus-Nachteil.

 

 

Wildblumen gegen Insektensterben

In manchen Dörfern im Landkreis sieht es aus wie in der Vorstadt einer Großstadt: Rasen, kurz wie mit der Nagelschere geschnitten. Die alten Bauernhäuser werden liebevoll restauriert und herausgeputzt, aber davor dann glattrasierter Rasen – das passt doch nicht zusammen. Zu alten Bauernhäusern gehört kein englischer Rasen. Außerdem hat das übermäßige Mähen von Grasflächen dazu geführt, dass Insekten, darunter insbesondere die Bienen, nicht mehr genug Nahrung finden. Die im Gras natürlicherweise mitwachsenden Wildblütenstände werden spätestens mit der letzten Mahd im Herbst abgemäht, sodass die Artenvielfalt allmählich verschwindet, da die Überwinterung der Bestände nicht gesichert ist.

Mancherorts findet man an Straßenrändern bereits absichtlich ausgesäte Wildblumenstreifen vor, so zum Beispiel an der Bundesstraße B 216 in der Nähe von Dahlenburg. Oder – an gleicher Stelle – absichtlich ausgepflanzten Ginster, dessen Blütenstände im Mai mit zu den ersten Nahrungsmitteln von Insekten zählen.

Die Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt (ANU), ein eingetragener gemeinnütziger Verein, zu dem Naturschutzverbände, Bürgerinitiativen und Lokalpolitiker gehören, hat kürzlich in einer Sitzung im Alten Postamt in Lüchow  überlegt, wie man das Aussäen von Wildblumen fördern kann. Frau Renate Ortmanns-Möller informierte dabei in ihrer Eigenschaft als Leiterin des Fachdienstes Regionale Entwicklungsprozesse des Landkreises über eine Veranstaltung der Bingo-Umweltstiftung Niedersachsen mit der Betitelung „Anlage von artenreichen Wildblumenwiesen“, die am 17.1.2018 in den Räumen des LandesSportBundes Niedersachsen in Hannover stattfand.

Die Bingo-Umweltstiftung stellt für die Anlage artenreicher Wildblumenwiesen  Fördermittel bereit, und die ANU diskutierte, wie diese Fördermittel sinnvoll eingesetzt werden könnten.

So könnten Privatbesitzer von Grünflächen nicht mehr die ganzen Flächen regelmäßig abmähen, wie bisher üblich, sondern könnten Teilflächen mit Wildblumenbestand stehen lassen, zum Beispiel kreisförmige Flächen. Das sieht dann doch nett aus. Man könnte ja auch phantasievolle Muster mähen, zum Beispiel die Wendlandsonne als Wildblumenfeld 🙂 Weiterlesen

Das Seniorenheim St. Georg in Lüchow

Lüchow.
Alt werden ist nichts für Feiglinge – so heißt ein gängiges Sprichwort, das gerne von Prominenten zitiert wird. Da müssen wir wohl alle ganz schön mutig sein, denn eins ist sicher: wohl die allermeisten von uns werden einmal alt. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels, in denen der Anteil der alten Menschen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung zunehmen wird, stellt sich dann die Frage: was ist, wenn man sich nicht mehr so gut selbst helfen kann? Schön, wenn man dann in einer Großfamilie wohnt, wo es selbstverständlich ist, dass sich die Jungen um die Alten kümmern, sie umsorgen und pflegen. So wie es früher üblich war. Aber aus verschiedenen Gründen können oder wollen sich die Jungen heute nicht mehr um die Eltern oder Großeltern kümmern. Glücklicherweise gibt es für diese Fälle die Institutionen der Altenheime oder – wie es politisch korrekter heißt: der Seniorenheime.

Eins dieser Heime in Lüchow ist das Altenheim St. Georg, das 1972 gegründet wurde. Träger des Heims ist ein eingetragener Verein, dem die evangelischen Gemeinden im Landkreis angehören. Siebzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter vierzig Pflegekräfte, kümmern sich um das Wohlergehen der etwa 84 Bewohnerinnen und Bewohner. Vorvergangene Woche war ich zu einem Besuch im Seniorenheim St. Georg und durfte einige Fotos machen.

Das Heim ist nach dem christlichen Märtyrer Georg benannt, der zu den vierzehn Nothelfern gehört, das sind heilig gesprochene Männer und Frauen aus dem zweiten bis vierten Jahrhundert. Der Sage nach tötete Georg einst einen Drachen, um eine Jungfrau zu retten, die der Drache von der Bevölkerung als Tribut forderte. Die Tötung des Drachen wird als Symbol für die Beseitigung „des Bösen“ gesehen. Daher gilt Georg auch als Schutzheiliger für viele Länder, Kirchen, Stadtteile (z.B. in Hamburg) oder eben auch Institutionen wie das Altenheim in Lüchow.

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Rechts an der St. Johannis-Kirche vorbei gelangt man zum St. Georg-Heim.

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Übersicht über die SoLaWi-Betriebe im Landkreis und angrenzenden Regionen

Hier findet ihr eine Übersicht über die Betriebe im Landkreis und angrenzenden Regionen, die eine Kooperation mit Verbrauchern über das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft anbieten.