Das Schloss von Lüchow

Lüchow, 4.5.2018.
Es war einmal …

… eine junge Frau namens Anna Gräfin von Nassau-Dillenburg aus dem rheinischen Westen.
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Sie heiratete 1467 im Alter von 27 Jahren Otto V. von Braunschweig-Lüneburg, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg und von 1464 bis 1471 – nachdem sein älterer Bruder kinderlos verstorben war – Fürst von Lüneburg, aus dem Adelsgeschlecht der Welfen.

Wie bei einer politischen Hochzeit üblich, wurde ein Ehevertrag geschlossen, in dem Anna für den Fall des Ablebens ihres Ehemannes die Stadt Lüchow und das Schloss in Lüchow mit allem Zubehör als Witwensitz (sog. „Wittum“) zugesprochen wurde.

Schon vier Jahre nach der Hochzeit im Jahr 1467, die in Celle stattfand, starb Herzog Otto V. bei einem Stechturnier in Celle und Anna war jetzt Witwe. Als nunmehrige Landesherrin im Herzogtum Braunschweig-Lüneburg engagierte sie sich sozial, kirchlich und wirtschaftlich und übernahm die Vormundschaft für ihren 1468 geborenen Sohn (Heinrich der Mittlere), bis derjenige selbstständig die Herrschaft ausüben konnte.

Die Grabstätte des verstorbenen Otto V. liegt übrigens in der St.-Michaelis-Kirche in Lüneburg.

Obwohl Annas Hauptwohnsitz das Celler Schloss war, Weiterlesen