Der St.-Annen-Kirchhof in Lüchow

Lüchow.
Am Rand von Lüchow, gegenüber des alten Postamts, gibt es einen kleinen Park. Spaziergänger führen ihre Hunde oft dort hindurch, oder er wird als Abkürzung genutzt.

Dabei ist es eine Kriegsgräberstätte. Die Stadt Lüchow hat eine Infotafel aufgestellt, der man entnehmen kann, dass dieser kleine Park in der Zeit von 1811 bis 1893 als Kriegsgräberstätte diente. Ein Schild am Parkeingang erinnert daran.

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Auf einem großen Feldstein liest man kaum noch erkennbar den Satz: (Wahrscheinlich: Die) „Kriegsgefangenen mahnen: Vergesst uns nicht“. Darunter ist in einem zweiten Feldstein etwas besser erkennbar eingemeißelt: „Gebt sie frei.“

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Einige Meter weiter in den Park hinein stößt man dann auf ein Mahnmal für die Kriegsgefallenen aus dem 2. Weltkrieg 1939 bis 1945.

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Eine kleine Treppe führt hinauf. Wenn man sie begeht und hinter das Mahnmal tritt, überblickt man ein Oval, an deren Rand sich flach in die Erde eingelegte Grabsteine mit Namen und Daten von gefallenen Lüchower Bürgern finden.

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Der Park wird gärtnerisch gepflegt. An vielen Stellen sind schon erste Frühlingsblumen wie Krokusse zu entdecken. Es gibt auch noch weitere vereinzelte, verwitterte Grabsteine zu entdecken Es soll hier auf dem St.-Annen-Kirchhof Erbgräber bedeutender Lüchower Bürgerfamilien geben, wie man der Infotafel der Stadt Lüchow entnehmen kann.

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Blick in das Parkgelände. Bald wird es hier blühen, im Rasen sind viele Frühlingsblumen.

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Eine knorrige alte Eiche.

Ich kann mich daran erinnern, dass ich das Mahnmal einmal als Kind mit meinem Großvater besucht habe. Das Mahnmal ist nämlich 1954 eingeweiht worden, und in meiner Kindheit war es eben noch präsent für die Bewohner Lüchows und der Umgebung. Es hatte noch eine Bedeutung.