Die Kulturelle Landpartie

Von Himmelfahrt bis Pfingsten – das ist in jedem Jahr wieder der Zeitraum, in dem die Kulturelle Landpartie im Wendland stattfindet.

In vielen Ortschaften werden Ausstellungen, Kunsthandwerk, Theatervorstellungen, musikalische Vorführungen und eine Vielzahl weiterer Events dargeboten, abgerundet durch kulinarische Angebote, Brauerei- und Gartenbesichtigungen, geführte Themen-Spaziergänge, handwerkliche Vorführungen, Filme, Beratungsangebote, und, und, und.

Die Kulturelle Landpartie ist ein einzigartiges, selbst organisiertes Kulturfestival, in dem Wendländer ihre Kreativität und Organisationsfähigkeit zeigen, an dem sich aber auch viele auswärtige Aussteller, Kunsthandwerker und Künstler beteiligen.

Inzwischen im 28. Jahr lockt das Kulturfestival Tausende Besucher aus ganz Deutschland und auch dem angrenzenden Ausland an. Es ist die Zeit der Radtouren. Wenn das Wetter hoffentlich entsprechend schön ist, pendeln die Gäste vorzugsweise mit dem Fahrrad und gern in Gruppen zwischen den verschiedenen „Wunde.r.punkten“ im Wendland hin und her. 123 Wunde.r.punkte gibt es in diesem Jahr. Das bedeutet, 123 Stellen in verschiedenen Orten kann man ansteuern!

Die Organisation der KLP (Kulturelle Landpartie) hat zur Orientierung eine wunderbare interaktive Karte herausgebracht, auf der alle Angebote an allen Punkten einzusehen sind.

Kommt gerne zu uns ins Wendland, mit dem Auto ist es auch okay, wir haben hier genug Platz für Parkplätze…!

Und bringt ordentlich Geld mit, ihr braucht es nicht lange mit euch herumzutragen!

Zukunftschancen für Museen, Kultur und Tourismus

Lüneburg, 26. April 2018.
Applied Interactive Technologies oder kurz: APITs, das sind Technologien aus den Bereichen „Serious Games“ und „Gamification“. Das APITs Lab ist ein „Labor“, eine Einrichtung innerhalb der nordmedia. Die nordmedia ist die zentrale Medien-Organisation für Niedersachsen und Bremen und soll den Ausbau und die Entwicklung von Medien in den beiden Bundesländern vorantreiben.

Heute fand im Zentralgebäude der Leuphana Universität in Lüneburg eine Veranstaltung des APITs Lab statt, die die Bezeichnung „Zukunftschancen für Museen, Kultur und Tourismus“ hatte und einem interessierten Personenkreis aus den Zielbranchen Museen, Tourismus, Kultur die Digitalisierungsmöglichkeiten näher bringen sollte. Auch Vertreter verschiedener Organisationen aus dem Landkreis waren Teilnehmer an der Veranstaltung.

Wie kann man Ausstellungen, Exponate in Museen oder Kulturangebote erlebnisreicher machen und damit mehr Besucher anziehen? Welche Möglichkeiten wurden in verschiedenen Firmen entwickelt, um auch Kinder und Jugendliche für kulturelle Erlebnisse zu interessieren? Bei diesen Gedanken schließt sich schnell der „Gaming“-Bereich an: trockene historische Geschichten digital spielerisch zum Leben zu erwecken. Wissen lebendig zu machen. Ich kann mich daran erinnern, dass ich schon vor zehn Jahren in Rom eine virtuelle Fahrt mit einem römischen Streitwagen im Circus Maximus erleben konnte. Das ist etwas anderes, als nur einen Text darüber zu lesen. Einfach anschaulicher.

Tim Mittelstaedt, Senior Consult beim APITs Lab, erlaubte einigen Teilnehmern, nach Ende der Veranstaltung eine virtuelle Fahrradfahrt zu unternehmen. Dazu bestiegen die Interessenten zunächst ein Fahrrad, das aussah wie ein Hometrainer, Marke VIRZOOM. Dann setzten sich die Interessenten eine 3-D-Maske Marke oculus auf und traten in die Pedalen. Sie fuhren eine virtuelle Landstraße mit Landschaft links und rechts entlang und steigerten allmählich die Geschwindigkeit, eben wie bei einem Hometrainer.

Ich durfte mich auch auf das Fahrrad setzen. Nachdem ich die 3-D-Maske aufgesetzt hatte, war ich erst einmal irritiert, wo der Lenker war. Denn ich saß auf einem virtuellen Herrenrad mit Querstange und griff nach den gebogenen Sportlenkern. Herr Mittelstaedt half mir dann, die Lenker des realen Fahrrads zu erfassen, und dann ging es los. Schwankend, als wenn ich anfing, Fahrrad fahren zu lernen, bewegte ich mich von einer Straßenseite auf die andere und drohte beständig, in das Gebüsch am Straßenrand zu rasen. Gut, dass kein Auto entgegenkam. Ich schrie angesichts der gefährlichen Situationen und lachte, es machte wirklich Spaß und wirkte sehr real.

Als Landschaft links und rechts neben der virtuellen Straße gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel in der Toskana Rad fahren. Das stelle ich mir interessant auch fürs Wendland vor. Man muss aufpassen, dass man nicht in den Dorfteich links fällt, und von rechts kommt eine Kuh über die Straße gelaufen. Vorsicht! Da kommt ein Trecker entgegen! Dann passiert man ein Ortsschild, zum Beispiel Hitzacker, und man radelt auf dem Elbdeich entlang.

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Hier hilft Herr Mittelstaedt einem Herrn, die 3-D-Maske aufzusetzen.

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Jetzt geht’s los – der Herr tritt in die Pedale, wird immer schneller…

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Das Bild, das man auf dem Monitor des Notebooks sehen kann, sieht der Radfahrer virtuell groß vor sich.

Dieser Hometrainer kombiniert also Fitness mit der Idee der virtuellen Spiele. Die muss man also jetzt nicht mehr auf dem Sofa sitzend spielen, sondern kann sich dabei bewegen.

Na ja, also ich würde lieber mit einem richtigen Fahrrad durch die Natur fahren, als irgendwo in einem Fitnessstudio oder im Wohnzimmer auf einem Hometrainer zu sitzen. Aber als Möglichkeit, zunächst unbekannte Landschaften oder Ausstellungsexponate in Form der virtuellen Realität einem Publikum spielerisch näher zu bringen, sehe ich diese Technik schon. Als Werbemittel, um dann möglichst interessierte Menschen in die reale Umgebung zu ziehen.

Hier ist ein Link zur Seite des Deutschen Museums München, das in einer Sonderausstellung auf die Energiewende aufmerksam macht. Das Museum wendet verschiedene digitale und sonstige moderne Möglichkeiten an, das Interesse des Publikums zu steigern.