Zukunftschancen für Museen, Kultur und Tourismus

Lüneburg, 26. April 2018.
Applied Interactive Technologies oder kurz: APITs, das sind Technologien aus den Bereichen „Serious Games“ und „Gamification“. Das APITs Lab ist ein „Labor“, eine Einrichtung innerhalb der nordmedia. Die nordmedia ist die zentrale Medien-Organisation für Niedersachsen und Bremen und soll den Ausbau und die Entwicklung von Medien in den beiden Bundesländern vorantreiben.

Heute fand im Zentralgebäude der Leuphana Universität in Lüneburg eine Veranstaltung des APITs Lab statt, die die Bezeichnung „Zukunftschancen für Museen, Kultur und Tourismus“ hatte und einem interessierten Personenkreis aus den Zielbranchen Museen, Tourismus, Kultur die Digitalisierungsmöglichkeiten näher bringen sollte. Auch Vertreter verschiedener Organisationen aus dem Landkreis waren Teilnehmer an der Veranstaltung.

Wie kann man Ausstellungen, Exponate in Museen oder Kulturangebote erlebnisreicher machen und damit mehr Besucher anziehen? Welche Möglichkeiten wurden in verschiedenen Firmen entwickelt, um auch Kinder und Jugendliche für kulturelle Erlebnisse zu interessieren? Bei diesen Gedanken schließt sich schnell der „Gaming“-Bereich an: trockene historische Geschichten digital spielerisch zum Leben zu erwecken. Wissen lebendig zu machen. Ich kann mich daran erinnern, dass ich schon vor zehn Jahren in Rom eine virtuelle Fahrt mit einem römischen Streitwagen im Circus Maximus erleben konnte. Das ist etwas anderes, als nur einen Text darüber zu lesen. Einfach anschaulicher.

Tim Mittelstaedt, Senior Consult beim APITs Lab, erlaubte einigen Teilnehmern, nach Ende der Veranstaltung eine virtuelle Fahrradfahrt zu unternehmen. Dazu bestiegen die Interessenten zunächst ein Fahrrad, das aussah wie ein Hometrainer, Marke VIRZOOM. Dann setzten sich die Interessenten eine 3-D-Maske Marke oculus auf und traten in die Pedalen. Sie fuhren eine virtuelle Landstraße mit Landschaft links und rechts entlang und steigerten allmählich die Geschwindigkeit, eben wie bei einem Hometrainer.

Ich durfte mich auch auf das Fahrrad setzen. Nachdem ich die 3-D-Maske aufgesetzt hatte, war ich erst einmal irritiert, wo der Lenker war. Denn ich saß auf einem virtuellen Herrenrad mit Querstange und griff nach den gebogenen Sportlenkern. Herr Mittelstaedt half mir dann, die Lenker des realen Fahrrads zu erfassen, und dann ging es los. Schwankend, als wenn ich anfing, Fahrrad fahren zu lernen, bewegte ich mich von einer Straßenseite auf die andere und drohte beständig, in das Gebüsch am Straßenrand zu rasen. Gut, dass kein Auto entgegenkam. Ich schrie angesichts der gefährlichen Situationen und lachte, es machte wirklich Spaß und wirkte sehr real.

Als Landschaft links und rechts neben der virtuellen Straße gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel in der Toskana Rad fahren. Das stelle ich mir interessant auch fürs Wendland vor. Man muss aufpassen, dass man nicht in den Dorfteich links fällt, und von rechts kommt eine Kuh über die Straße gelaufen. Vorsicht! Da kommt ein Trecker entgegen! Dann passiert man ein Ortsschild, zum Beispiel Hitzacker, und man radelt auf dem Elbdeich entlang.

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Hier hilft Herr Mittelstaedt einem Herrn, die 3-D-Maske aufzusetzen.

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Jetzt geht’s los – der Herr tritt in die Pedale, wird immer schneller…

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Das Bild, das man auf dem Monitor des Notebooks sehen kann, sieht der Radfahrer virtuell groß vor sich.

Dieser Hometrainer kombiniert also Fitness mit der Idee der virtuellen Spiele. Die muss man also jetzt nicht mehr auf dem Sofa sitzend spielen, sondern kann sich dabei bewegen.

Na ja, also ich würde lieber mit einem richtigen Fahrrad durch die Natur fahren, als irgendwo in einem Fitnessstudio oder im Wohnzimmer auf einem Hometrainer zu sitzen. Aber als Möglichkeit, zunächst unbekannte Landschaften oder Ausstellungsexponate in Form der virtuellen Realität einem Publikum spielerisch näher zu bringen, sehe ich diese Technik schon. Als Werbemittel, um dann möglichst interessierte Menschen in die reale Umgebung zu ziehen.

Hier ist ein Link zur Seite des Deutschen Museums München, das in einer Sonderausstellung auf die Energiewende aufmerksam macht. Das Museum wendet verschiedene digitale und sonstige moderne Möglichkeiten an, das Interesse des Publikums zu steigern.

Newsletter mit Marketingplan für 2018 des Marketingbüros Wendland.Elbe

Wendland.
Das Marketingbüro Wendland.Elbe gehört zur Unternehmensberatung COMPASS GmbH in Köln und ist vom Landkreis beauftragt worden, die Region Wendland touristisch zu vermarkten. Dazu hat das Marketingbüro unter anderem die Website www.wendland-elbe.de erstellt, auf der sich potentielle Besucher über die Region informieren und  Unterkünfte oder Hinweise auf Möglichkeiten für kulturelle oder sportliche Aktivitäten sowie gastronomische Angebote finden können. Laut eines Zeitungsartikels im GENERAL-ANZEIGER, dem kostenlosen Anzeigenblatt, erhält die COMPASS GmbH für ihre Marketingaktivitäten vom Landkreis jährlich 150.000.– €.

Kürzlich hat die COMPASS GmbH in einem Newsletter den neuen Marketingplan für 2018 sowie weitere Infos veröffentlicht.

Der Marketingplan 2018 enthält zunächst eine Übersicht darüber, welche konkreten Marketingaktivitäten für das Jahr 2018 geplant sind, also ein Zeitplan für die Monate Februar bis November (warum fehlen zwei Monate?).

Dieser Zeitplan ist auf fünf Themen fokussiert:

  • Online-Marketing
  • Social Media-Anzeigen
  • Social Media-Inhalte
  • Presse
  • B2C – das bedeutet so viel wie Kontaktaufnahme mit den Konsumenten, also der Zielgruppe der potentiellen Besucher der Region.

Nach diesem Jahresplan folgen dann die Darstellungen von acht Vorhaben: Weiterlesen

Interaktive Karte über die Region Wendland

Die Touristeninformation „Region Wendland“ hat auf ihrer Website eine interaktiv zu bedienende Karte vom Wendland veröffentlicht.

Präsentation1

Zu verschiedenen Themen wie z.B. Natur & Umwelt, Sehenswürdigkeiten oder Gastronomie erhält man durch Anklicken sofort Informationen mit Bildern. War wohl eine ziemliche Fleißarbeit … !